Momente – der Podcast zum Magazin von Tank & Rast #28
Shownotes
Diese Folge führt uns durch stille Landschaften, kulinarische Traditionen, digitale Ackerflächen und nachhaltige Mobilitätsfragen. Nathalie und Sascha nehmen euch mit zu fünf Seenpfaden in Norddeutschland – Orte der Ruhe und Ursprünglichkeit. Dann wird’s klassisch: Die Forelle blau wird als traditionsreiches Gericht mit überraschender Geschichte gefeiert. Danach blicken wir auf das Feld der Zukunft – im wahrsten Sinne: Smart Farming verbindet Landwirtschaft mit Hightech und Künstlicher Intelligenz. Zum Abschluss wird die grüne Mobilität unter die Lupe genommen – wie nachhaltig sind Elektroautos wirklich? Antworten darauf gibt es unter www.tank.rast.de/magazin.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu einer neuen Folge von Momente, dem Podcast von Tank und Rast.
00:00:05: Ich bin Nathalie, schön, dass Sie wieder mit uns unterwegs sind.
00:00:08: Ich bin Sascha und natürlich auch von meiner Seite. Herzlich willkommen.
00:00:14: Heute wird es vielfältig und das nicht nur thematisch.
00:00:17: Wir reisen durch geheimnisvolle Seenlandschaften,
00:00:19: tauchen ein in die Welt der Traditionsgerichte,
00:00:22: flügen durch Datenfelder und fragen uns schließlich,
00:00:25: wie grün sind Elektroautos wirklich?
00:00:27: Was für eine Mischung. Ich freue mich. Wo beginnen wir?
00:00:31: Ich sage nur, Wanderschuhe an, Kopf und Sinne auf Empfang.
00:00:35: Wir starten im Norden, wo stille Gewässer große Geschichten erzählen.
00:00:39: Manchmal muss man einfach raus.
00:00:43: Raus aus dem Gewusel, raus aus dem Terminkalender,
00:00:46: raus aus der Stadt und rein ins Grüne.
00:00:50: Norddeutschland kann viel.
00:00:52: Mäun sagen, Windaushalten, Butterkuchen backen.
00:00:55: Aber was es vor allem kann, sehen und fahre.
00:00:59: Und stille, die nicht lang weit, sondern gut tut.
00:01:03: Fünf Wege haben wir gefunden oder besser gesagt,
00:01:06: sie haben uns gefunden.
00:01:08: Sie sind keine ausgeschilderten Instagram-Hotspots,
00:01:11: sondern eher so, leicht übersehbar, ziemlich charmant,
00:01:15: überraschend vielseitig.
00:01:17: Manchmal mit Sand unter den Füßen, manchmal mit Moos,
00:01:20: manchmal mit nassen Socken, aber immer mit Aussicht.
00:01:24: Aufs Wasser, auf Natur, auf sich selbst, wenn man mag.
00:01:28: Und keine Sorge, das hier ist kein Survival-Trip.
00:01:32: Es geht nicht darum, Kilometer zu fressen oder Bestzeiten zu knacken,
00:01:36: sondern um das gute Gefühl, wenn man irgendwo ankommt,
00:01:40: wo man nichts muss.
00:01:41: Außer gucken, atmen und vielleicht mal, boah, ist das schön, hier sagen.
00:01:47: Der erste dieser Wege führt in die Lüneburger Heide,
00:01:50: ein echter Klassiker.
00:01:52: Alte Eichen, knorrige Kiefern, ein schmaler Holzsteg durchs Moor.
00:01:57: Es federt unter den Schritten, man hört, nichts.
00:02:01: Außer das leise Gluckern des Wassers
00:02:03: und ein paar Vögel, die offenbar nie schlechte Laune haben.
00:02:07: Der Moorsee selbst blickt da wie aus einer anderen Welt.
00:02:10: Dunkel, glatt, fast zu still, um echt zu sein.
00:02:14: Wenn morgens der Nebel drüberzieht, ist das nicht kitschig,
00:02:17: sondern einfach schön.
00:02:19: Weg Nummer 2, der Schäferpfad zum Entenwerder See.
00:02:24: Klingt schon wie aus einem Märchen, oder?
00:02:27: Tatsächlich beginnt der Weg neben einer Wiese,
00:02:30: auf der wirklich Schafe stehen, mit Glocken und allem.
00:02:34: Man schlendert durch Felder, das Licht flimmert,
00:02:37: irgendwo riecht es nach Heu.
00:02:39: Und dann, ein See so ruhig,
00:02:41: dass man sich fast nicht trau zu laut zu atmen.
00:02:45: Enten schieben sich durchs Wasser, das Ufer ist flach,
00:02:48: perfekt für ein Picknick, oder ein Dickerchen, oder beides.
00:02:53: Weiter geht's zum Eulensteter See.
00:02:57: Der liegt mitten in einer Buchenallee,
00:02:59: die je nach Jahreszeit ihr eigenes Lichtspiel aufführt.
00:03:03: Im Frühling grün und vibrierend, im Sommer dicht und kühl,
00:03:08: im Herbst ein Farbenrausch.
00:03:10: Der Weg drumherum ist weich, fast lautlos.
00:03:14: Und wenn man das Wasser durch eine Lichtlücke sieht,
00:03:17: sagt man kurz, hier bleibe ich.
00:03:20: Kein Lärm, kein Netz, aber erstaunlich viele Gedanken,
00:03:24: die plötzlich auftauchen und sich irgendwie gut anfühlen.
00:03:28: Der vierte Pfad ist ein bisschen schräg, im besten Sinne.
00:03:33: Der Eelsee, Binnenland mit Nordseeflair, Quarzsand,
00:03:39: Düdengras und manchmal mit etwas Glück
00:03:42: Badewannen temperiertes Wasser.
00:03:44: Klingt nach Urlaub? Ist es auch, nur ohne Flug.
00:03:49: Hier läuft man barfuß, ist ein Eis vom Kiosk
00:03:53: und fragt sich irgendwann, warum habe ich das nicht schon früher gemacht?
00:03:57: Besonders abends, wenn das Licht langsam golden wird,
00:04:00: ist das Ganze fast filmreif.
00:04:03: Und dann zum Schluss der großen See.
00:04:07: Klingt schon ernst, und das ist er auch ein bisschen.
00:04:11: Ein uriger Wald, riesige Bäume, Moos überall.
00:04:16: Man geht langsam, nicht, weil man Moos,
00:04:19: sondern weil es irgendwie dazugehört.
00:04:22: Der See liegt tief dunkel und schwarz, reiakreischen,
00:04:27: irgendwo platzt etwas ins Wasser.
00:04:30: Man sitzt da zwischen alten Eichen, hört dem Wald beim Atmen zu
00:04:35: und fühlt sich seltsam ruhig,
00:04:38: vielleicht sogar ein bisschen ehrfürchtig.
00:04:41: Was alle diese Wege verbindet, sie wollen nichts von dir.
00:04:45: Kein Like, kein Ziel, kein Beweis, sie sind einfach da.
00:04:49: Und wenn man sich auf sie einlässt, bekommt man etwas zurück.
00:04:53: Eine Pause, eine Erinnerung, ein gutes Gefühl.
00:04:56: Also los, Rucksack packen, Schuhe schnüren oder einfach barfuß gehen.
00:05:01: Denn irgendwo da draußen, zwischen Sand und Schatten,
00:05:05: zwischen Wasser und Wind, war es vielleicht genau der Weg,
00:05:08: der heute passt und das in Deutschland.
00:05:11: Ich liebe diese Momente.
00:05:14: Wenn man in der Natur steht, alles still ist und man einfach nur zuhört.
00:05:19: Erst wenn man mal in einer solchen Gegend ist,
00:05:22: fällt einem auf, wie laut die Welt geworden ist.
00:05:25: Und wenn es besonders ruhig ist,
00:05:27: hört man dann sogar den kleinen Hunger in sich.
00:05:30: Ich gebe es zu, ich hatte schon einmal bessere Überleitungen.
00:05:34: Kommen wir jetzt zu einem Klassiker mit Geschichte.
00:05:37: Die Tiefe des Baches direkt auf den Teller, die Forelle Blau.
00:05:41: Tradition trifft Geschmack und ein bisschen Küchenmagie.
00:05:45: Hören Sie selbst.
00:05:46: Zart gegart, leicht schimmand, fast durchsichtig blau.
00:05:52: Die Forelle Blau ist mehr als nur ein Fischgericht.
00:05:55: Sie ist ein Stück Esskultur.
00:05:57: Mit Essig, mit Fingerspitzengefühl und mit viel Tradition.
00:06:02: Und sie ist nichts für Hektiker.
00:06:05: Denn wer sie zubereiten will, braucht Ruhe.
00:06:07: Der Fisch darf nicht gekocht werden, sondern muss ziehen.
00:06:11: In einem Sud aus Essig, Weißwein, Lorbeer, Piment, Wurzelgemüse.
00:06:16: Und vor allem bei knapp unter dem Siedepunkt.
00:06:19: Damit die Haut nicht aufplatzt.
00:06:21: Damit die Schleimschicht bleibt, wie sie ist.
00:06:24: Denn genau sie sorgt für das, was alle sehen wollen.
00:06:27: Den legendären Blauschimmer.
00:06:29: Kein Farbtrick, keine Zutat, nur für Sik und Frische.
00:06:33: Die Forelle Blau stammt ursprünglich aus Frankreich.
00:06:37: Troit au Blu.
00:06:39: Und wie so viele gute Dinge, kam sie über den Rhein.
00:06:42: Zuerst in Gasthäuser, dann in Familienküchen.
00:06:45: Schließlich in die Sterneküche.
00:06:48: Immer begleitet von Butter, Kartoffeln und einem Glas Weißwein.
00:06:52: Ihre Geschichte beginnt aber viel früher.
00:06:55: In Klostertheichen im Mittelalter.
00:06:57: Fisch war zu Fastenzeiten ein Muss.
00:07:00: Fleisch verboten, Fisch erlaubt.
00:07:02: Das machte ihn wichtig.
00:07:04: Die Mönche legten Teiche an mit System und Wissen.
00:07:08: Dort schwammen Kapfen, Schleihe, Arle und Forellen.
00:07:12: Die Forelle war edler, seltener, empfindlicher.
00:07:15: Aber geschmacklich eine echte Offenbarung.
00:07:18: Kein Wunder, dass sie bald auf den Tischen von Fürsten
00:07:21: und Königen landete.
00:07:23: Mit der Industrialisierung wurde die Fischzucht planbarer.
00:07:27: Durchlaufanlagen, Temperaturregelung, Fütterung.
00:07:30: Die Forelle blieb zwar in Luxus, wurde aber verfügbar.
00:07:34: Und doch, sie blieb ein besonderer Gast auf dem Teller.
00:07:37: Nichts für jeden Tag, aber für die Tage die Zählen.
00:07:41: Heute erlebt die Forelle blau ein Comeback.
00:07:44: In Wirtshäusern, an Feiertagen bei Feinschmeckern.
00:07:48: Man serviert sie mit Silvaner in Franken,
00:07:51: mit Riesling im Schmarrtswald.
00:07:53: Oft dazu frischer Meerrettig.
00:07:56: Ein scharfer Kontrast zur feilen Zartheit des Fisches.
00:08:00: Einige Küchenchefs experimentieren.
00:08:03: Mit Lachsforelle, mit Wildkräutern, mit neuen Suden.
00:08:07: Aber die Grundhaltung bleibt.
00:08:10: Langsam, leise, präzise.
00:08:13: Nicht nur die Forelle wird blau.
00:08:17: Auch Karpfen, auch Al, besonders in Franken in der Oberpfalz.
00:08:22: In Sachsen ist Karpfenblau fast schon Pflicht.
00:08:25: Im Herbst, im Winter, wenn die Teiche abgefischt sind.
00:08:29: Sein Fleisch ist fest, sein Aroma mild.
00:08:32: Und wenn er richtig gemacht ist,
00:08:35: wird aus dem oft unterschätzten Karpfen ein echter Festtagsfisch.
00:08:39: Al wird seltener, aus guten Gründen.
00:08:43: Über Fischung, Klimawandel, schwindende Lebensräume.
00:08:48: Die Bestände sind bedroht.
00:08:50: Das gilt auch für die Forelle.
00:08:52: Denn der romantische Wildpfang aus dem Klarenbach ist heute selten.
00:08:56: Die meisten Fische stammen aus der Zucht.
00:08:58: Manche nachhaltig, andere konventionell.
00:09:03: Aber es tut sich was.
00:09:05: Neue Anlagen, geschlossene Kreisläufe,
00:09:08: Forschung an Futter und Haltung.
00:09:10: Der Markt verändert sich.
00:09:12: Konsumentinnen und Konsumenten wollen Herkunft wissen.
00:09:16: Tierwohl sicherstellen, Verantwortung mitessen.
00:09:20: Und auch das gehört heute dazu, wenn man Forelle blau serviert.
00:09:24: Haltung zeigen.
00:09:27: Und trotzdem, oder gerade deshalb, bleibt sie ein kleines Wunder.
00:09:32: Die Forelle blau ist kein lautes Gericht.
00:09:35: Sie drängt sich nicht auf.
00:09:37: Sie braucht kein Schräumchen, keine Inszenierung.
00:09:40: Nur ein Fisch, ein Sud, Zeit.
00:09:44: Und eine Idee davon, wie aus Einfachheit etwas Besonderes wird.
00:09:51: Wer sie einmal gegessen hat, richtig, frisch, sanft gezogen, der vergisst das nicht.
00:09:57: Wie die Haut sich leicht abzieht, wie das Fleisch zerfällt, wie Essig und Wein einen
00:10:04: Duft erzeugen, der altmodisch wirkt und gleichzeitig zeitlos ist, wie still Glück schmecken kann.
00:10:12: Ich finde ja, wer so einen Fisch richtig zubereiten kann, der verdient Respekt.
00:10:17: Und ein Glas Weißwein.
00:10:19: Das stimmt, nicht nur bei der Fischzucht hat sich einiges getan, auch in der Landwirtschaft.
00:10:24: Und wer glaubt, dass auf dem Feld nur geackert wird, der hat von Smart Farming noch nichts gehört.
00:10:29: Unser nächstes Thema bringt KI und Landwirtschaft aufs gleiche Beet.
00:10:32: Klingt verrückt, ist aber ziemlich clever und effizient.
00:10:36: Früher war ein Traktor vor allem eins, laut, schwer und erroch nach Diesel und harte Arbeit.
00:10:45: Heute ist er leise, denkt mit und braucht wahrscheinlich ein Software Update, bevor er losfährt.
00:10:52: Willkommen in der Welt des Smart Farming, wo der Acker zur digitalen Spielwiese wird
00:10:58: und der Landwirt eher wie ein Projektmanager mit Matsch an den Stiefeln wirkt.
00:11:03: Denn auf dem Feld regiert nicht mehr nur Muskelkraft, sondern Datenkraft.
00:11:09: GPS, Sensoren, Drohnen, künstliche Intelligenz.
00:11:14: Klingt nach Science-Fiction, ist aber Realität.
00:11:18: Der Traktor fährt schnur gerade, als hätte er einen inneren Meterstart
00:11:22: und weiß genau, wo noch ein bisschen Stickstoff fehlt oder wo die Gerste durstig guckt.
00:11:28: Und der Mensch, der sitzt daneben, scrollt auf dem Tablet und nennt das dann Arbeit, zurecht.
00:11:37: Sensoren unter der Erde melden sich, wenn dem Boden was fehlt.
00:11:42: "Hey, ich bin zu trocken", piept's aus dem Acker.
00:11:46: "Mir fehlt Kalium", quägt ein anderer.
00:11:49: Was früher durch Bauchgefühl und Wetterfühligkeit entschieden wurde, kommt heute aus dem Dashboard.
00:11:55: Echtzeitdaten, Stadtraten und Hoffen.
00:11:59: Und über allem schwirren sie.
00:12:01: Drohnen, keine bedrohlichen Geräte, eher Adler mit Kameras.
00:12:07: Sie kreisen über Rüben, Roggen, Raps, machen scharfe Bilder, analysieren Stresssymptome
00:12:14: und melden Unkraut lange, bevor es sich bemerkbar macht.
00:12:18: Sozusagen der Gesundheitscheck aus der Luft.
00:12:22: Und das Beste, man sieht genau, wo's hakt und kann ganz gezielt eingreifen.
00:12:27: Nicht mehr spritzen wie mit der Gießkanne, sondern punktgenau wie mit der Pipette.
00:12:34: Dann kommt die künstliche Intelligenz ins Spiel.
00:12:37: Die schläft nie, hat keine Meinung, aber dafür einen ziemlich guten Überblick.
00:12:43: Sie weiß, wo Mehltau anrückt, wo der pH-Wert absagt
00:12:47: oder ob der Mais lieber links oder rechts vom Weg wachsen will.
00:12:51: Ein digitaler Orchesterleiter, der aus Millionen Datenpunkten
00:12:55: eine ziemlich kluge Strategie bastelt.
00:12:58: Schneller als der Landwirt Médrischer sagen kann.
00:13:01: Das Ergebnis? Mehr Ertrag, weniger Aufwand, mehr Nachhaltigkeit.
00:13:06: Weniger Wasser, weniger Dünger, weniger Gift.
00:13:10: Und das Ganze mit besserer Qualität.
00:13:13: Klingt zu gut, um wahr zu sein?
00:13:15: Ist aber längst Realität, zumindest da, wo Technik und Praxis miteinander reden.
00:13:21: Denn Smart Farming ist auch Big Business.
00:13:25: Datenauswerten erträge vergleichen, Risiken berechnen.
00:13:29: Das ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern Alltag.
00:13:32: Landwirtschaft ist heute eben nicht mehr nur ein Beruf,
00:13:35: sondern ein High-Tech-Job.
00:13:37: Mit WLAN im Stall, Klaut auf dem Feld
00:13:40: und einem kleinen Datenwirbelsturm auf dem Smartphone.
00:13:44: Und doch trotz all der Technik bleibt der Mensch am Steuer.
00:13:48: Mal wortwörtlich, mal nur im übertragenen Sinn.
00:13:52: Denn ohne Erfahrung, ohne Baupgefühl und ohne gesunden Menschenverstand
00:13:57: nützt der beste Algorithmus nichts.
00:13:59: KI kann viel, aber sie hat noch nie einem Vieh ins Maul geschaut
00:14:04: oder Regen auf der Haut gespürt.
00:14:06: Und das macht eben doch einen Unterschied.
00:14:10: Natürlich ist nicht jeder Hof gleich digital.
00:14:13: Manche haben Drohnen, andere noch Funklöcher.
00:14:16: Der digitale Graben ist real, wird aber schmaler.
00:14:20: Mit Förderungen, Netzausbau und Schlaunköpfen.
00:14:23: Die helfen Technik verständlich und zugänglich zu machen.
00:14:27: Damit nicht nur der Großbetrieb profitiert,
00:14:30: sondern auch der Einmannhof am Dorfrand.
00:14:32: Smart Farming ist also kein Trend, sondern ein Werkzeug.
00:14:36: Und wie bei jedem guten Werkzeug gilt,
00:14:39: man muss wissen, wie man es benutzt.
00:14:41: Dann kann aus einem stinknormalen Feld
00:14:44: ein kleines Wunderwerk werden.
00:14:46: Präzise bewässert, punktgenau gedüngt, digital verwaltet.
00:14:50: Also, nächster Halt, Zukunft mit Traktor, Tracker, Drohne, KI
00:14:56: und einem Menschen, der beides kann, ackern und denken.
00:15:00: Und das vielleicht bald mal nicht mehr mit Schlamm an den Stiefeln,
00:15:04: sondern mit einem Ladegerät in der Brustasche.
00:15:07: Denn Smart Farming ist kein Ersatz für bäuerliche Erfahrung.
00:15:10: Es ist ihre digitale Erweiterung.
00:15:13: Und vielleicht liegt genau darin die Chance,
00:15:15: Natur bewahren mit der Technik im Einklang.
00:15:19: Ich sag ja, Technik kann richtig nützlich sein,
00:15:22: wenn man sie einzusetzen weiß.
00:15:24: Stimmt, das trifft auch für die Mobilität zu.
00:15:27: Elektroautos liegen da im Trend.
00:15:29: Aber wie grün sind sie wirklich?
00:15:31: Genau, dieser Frage sind wir nachgegangen.
00:15:34: Das sind unsere nicht ganz vollständigen Ergebnisse.
00:15:37: Elektroautos gelten als Antwort auf viele Fragen unserer Zeit.
00:15:44: Wie können wir mobil bleiben, ohne das Klima weiter zu belasten?
00:15:48: Wie kommen wir weg vom Verbrenner
00:15:50: hin zu einer sauberen, nachhaltigen Mobilität?
00:15:53: Auf den ersten Blick scheint die Rechnung einfach.
00:15:56: Kein Auspuff, keine Emissionen.
00:15:59: Aber auf den zweiten Blick wird es komplizierter.
00:16:02: Denn ein Elektroauto fährt lokal zwar emissionsfrei,
00:16:06: aber der Strom, den es verbraucht,
00:16:08: kommt nicht automatisch aus der Steckdose mit grünem Gütesiegel.
00:16:12: In Deutschland steckt im Stromix immer noch ein gutes Stück fossile Energie.
00:16:16: Vor allem dann, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind Pause macht.
00:16:20: Wer also abends lädt, kann mitunter mehr Kohle im Akku haben,
00:16:24: als ihm lieb ist.
00:16:25: Noch entscheidender ist der Blick auf die Batterie,
00:16:28: das Herzstück jedes E-Autos.
00:16:30: Ihre Herstellung ist energieintensiv und ressourcenhungrig.
00:16:35: Für Lithium, Kobalt und andere Rohstoffe
00:16:37: braucht es Bergbau, Transport, Verarbeitung,
00:16:40: oft unter Bedingungen, die alles andere als nachhaltig sind.
00:16:44: Und das bedeutet, bevor ein E-Auto überhaupt auf der Straße ist,
00:16:48: hat es schon eine ordentliche Umweltbilanz im Gepäck.
00:16:51: Aber wer über viele Jahre fährt, idealerweise mit Ökostrom,
00:16:57: holt diesen Rucksack nach und nach wieder rein.
00:17:00: Studien zeigen, nach etwa 30.000 bis 50.000 km
00:17:05: ist das E-Auto klimafreundlicher als ein vergleichbarer Verbrenner.
00:17:09: Vorausgesetzt, der Strom stimmt und das Recycling klappt.
00:17:13: Letzteres ist noch nicht ganz da, wo es sein sollte.
00:17:18: Zwar gibt es Pilotprojekte und ambitionierte Ziele
00:17:21: für Batterie-Recycling, aber in der Praxis landen heute noch
00:17:25: viele Akkus in Zwischenlagern oder werden nur teilweise verwertet.
00:17:29: Das soll sich ändern, aber es bleibt ein offener Punkt.
00:17:34: Ein weiteres Thema ist die Ladeinfrastruktur.
00:17:38: In Städten und an der Autobahn entwickelt sie sich gut.
00:17:42: Auf dem Land ist das Netz oft noch lückenhaft.
00:17:45: Wer hier auf ein E-Auto umsteigen will,
00:17:47: braucht nicht nur Überzeugung, sondern auch einen Plan.
00:17:51: Wo lade ich? Wie lange dauert das?
00:17:54: Und reicht die Reichweite für meinen Alltag?
00:17:57: All das zeigt, Elektroautos sind nicht automatisch die grüne Lösung.
00:18:03: Sie können ein wichtiger Baustein sein,
00:18:06: wenn sie mit erneuerbarem Strom geladen werden,
00:18:08: wenn ihre Batterien verantwortungsvoll produziert und wiederverwertet werden
00:18:13: und wenn sie in ein größeres Mobilitätskonzept eingebettet sind.
00:18:18: Denn nachhaltige Mobilität heißt nicht nur "Antriebswechsel".
00:18:22: Sie heißt auch "weniger Verkehr", "effizientere Nutzung",
00:18:27: "mehr öffentlicher Nahverkehr", "mehr Rad", "mehr Sharing"
00:18:32: und vielleicht auch "mehr Nachdenken darüber, wann und wie wir uns eigentlich bewegen".
00:18:38: Ein E-Auto kann helfen, Emissionen zu senken,
00:18:42: aber es ersetzt nicht die grundlegende Frage.
00:18:45: Wie viel Auto braucht es eigentlich?
00:18:48: Wer das mitdenkt, macht den Unterschied.
00:18:51: Und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieser Folge.
00:18:54: Ich kann nur sagen, wie die Zeit fliegt.
00:18:57: Wieder einmal waren es vier spannende Geschichten, vier Blickwinkel.
00:19:01: Und wir hoffen, jede Menge Stoff für Sie zum Weiterdenken.
00:19:05: In unserem Podcast gibt es in 14 Tagen.
00:19:08: Wenn Sie die Zeit mit einer guten Lektüre verbringen möchten,
00:19:11: haben wir noch einen Tipp für Sie.
00:19:13: Werfen Sie unbedingt einen Blick in unser Online-Magazin-Momente,
00:19:17: dass Sie unter tank.rast.de/magazin finden.
00:19:20: Dort erwarten Sie rund 200 spannende Artikel
00:19:22: von Genuss, Überreisen und Innovationsthemen
00:19:25: bis hin zu praktischen Tipps für den Alltag.
00:19:27: Und das Beste?
00:19:29: Alle Artikel können Sie sich auch von einer KI vorlesen lassen.
00:19:32: Aber eben nur fast. Bis bald.
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