Momente – der Podcast zum Magazin von Tank & Rast #26
Shownotes
Die neue Folge startet mit einer Reise durch Natur, Alltag und digitale Zukunft: Nathalie und Sascha nehmen uns mit in den Spreewald – zwischen Schilf, Sorbenkultur und Gurkenfest. Danach geht es um die stille Heldin unseres Alltags: die Gurke. In Beitrag 3 zeigt die Uckermark, wie Digitalisierung auf dem Land funktioniert – von Glasfaser bis Smart Village. Zum Abschluss geht es um eine neue Form der Mobilität: das Auto-Abo – flexibel, digital, all-inclusive. Eine Folge zwischen entschleunigter Natur, kluger Technologie und neuen Denkweisen für unseren Alltag. Mehr unter www.tank.rast.de/magazin.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu einer neuen Folge von Momente, der Podcast von Tank und Rast.
00:00:06: Ich bin Nathalie, schön, dass Sie uns heute begleiten.
00:00:09: Und ich bin Sascha, wir freuen uns, dass Sie wieder mit dabei sind.
00:00:14: Heute machen wir eine Reise quer durch Deutschland, mit ganz unterschiedlichen Stops.
00:00:18: Ein bisschen Natur, ein bisschen Alltag, ein bisschen Zukunft.
00:00:22: Es wird grün, es wird mobil und manchmal auch richtig digital.
00:00:26: Wir starten mit einem der schönsten Naturparadiese Deutschlands, dem Spreewald.
00:00:32: Also Füße hoch, Kopfkino an und los geht's.
00:00:36: Mitten im flachen Süden Brandenburgs liegt ein Ort, der so still, so verwunschen wirkt,
00:00:48: dass man ihn beinahe für ein Naturmärchen halten könnte, der Spreewald.
00:00:53: Hier, wo sich die Spree in über 300 kleine Fließe,
00:00:57: so heißen dort die Kanäle, verzweigt, beginnt eine Landschaft,
00:01:01: die mehr ist als ein Ausflugsziel, sie ist ein Lebensgefühl.
00:01:05: Hier läuft die Zeit anders.
00:01:08: Sobald die letzte Bundesstraße hinter einem liegt,
00:01:11: verändern sich Geräusche, Gerüche der ganze Takt.
00:01:14: Autos verschwinden, Schilf und Wasser übernehmen, der Alltag bleibt zurück.
00:01:19: Was bleibt, ist Entschleunigung pur.
00:01:23: Im Spreewald gleitet man, langsam, auf dem Kahn,
00:01:27: gestarkt mit einem langen Holzruder, dem sogenannten Rudl.
00:01:31: Diese Boote sind das traditionelle Fortbewegungsmittel der Region seit Jahrhunderten.
00:01:36: Früher nutzten Bauern sie für ihre Ernte.
00:01:39: Heute sind sie das sanfteste Verkehrsmittel, das man sich vorstellen kann.
00:01:44: Kein Lärm, kein Motor, nur das Plätschern des Wassers,
00:01:48: das Rascheln der Bäume und der gelegentliche Ruf eines Eisvogels.
00:01:52: Wem das zu ruhig ist, der kann sich ins Kajak setzen.
00:01:56: Etwas sportlicher, aber nicht weniger eindrucksvoll.
00:02:00: Besonders schön, die frühen Morgenstunden.
00:02:03: Wenn Nebel über den Fließen liegt, das Wasser dampft
00:02:06: und die Welt noch nicht ganz wach ist.
00:02:09: Wer dann paddelt, entdeckt nicht nur Natur, sondern auch sich selbst.
00:02:13: Neben der Natur lebt im Spreewald auch eine Kultur, die fast einzigartig ist.
00:02:18: Die der Sorben.
00:02:20: Eine slavische Minderheit mit eigener Sprache, Bräuchen und farbenfrohen Trachten.
00:02:25: Besonders zu Ostern wird das sichtbar.
00:02:28: Dann schmücken Frauen und Mädchen in kunstvoller Kleidung die Dörfer.
00:02:32: Bemalte Eier, Prozession, traditionelle Musik.
00:02:36: Hier wird Geschichte nicht ausgestellt, sondern gelebt.
00:02:40: Und dann ist dann natürlich die Gurke.
00:02:43: Die Spreewald-Gurke ist nicht einfach Gemüse.
00:02:46: Sie ist Kult-Objekt, Wirtschaftsfaktor, Identitätsanker.
00:02:50: Ihre Sortenvielfalt ist legendär.
00:02:53: Von klassisch süß, sauer bis zu scharf.
00:02:56: Ho nicht gesüßt oder knoblauchstark.
00:02:59: In Lübenau findet jährlich das Gurkenfest statt.
00:03:02: Mit Verkostungen, Wettbewerben und dem legendären Gurkenweitwurf.
00:03:07: Auf dem Wochenmarkt riecht es nach Dill-Knoblauch-Gewürzen.
00:03:11: Bauern bringen ihre Gläser direkt vom Hof,
00:03:14: oft mit Familienrezept seit Generationen.
00:03:17: Und dazwischen.
00:03:19: Touristen mit Rucksäcken und Handy.
00:03:22: Aber auch Einheimische, die probieren, lachen, schnacken.
00:03:26: Ein Ort, an dem die Gurke verbindet.
00:03:29: Doch der Spreewald hat mehr als nur Pickles.
00:03:32: Seine Küche ist bodenständig regional, aber auch kreativ.
00:03:36: Zanderfilet im Leinöl-Soot, Pilzragu mit Wildkräutern
00:03:40: oder Quark mit frischem Leinöl und Pellkartoffeln.
00:03:43: Viele Restaurants kochen mit Produkten aus der Region,
00:03:47: nicht aus Marketinggründen, sondern aus Überzeugung.
00:03:51: Wer länger bleibt,
00:03:53: kann zwischen Terbenhotels, Bauernhöfen,
00:03:57: und Glampingzelten wählen.
00:03:59: Besonders beliebt holzhütten direkt am Wasser
00:04:02: mit Solarstrom und privater Schwimmterrasse.
00:04:05: Es geht hier nicht um Luxus, sondern um Ruhe,
00:04:08: um das Gefühl angekommen zu sein.
00:04:11: Auch der Umweltschutz spielt eine große Rolle.
00:04:14: Der Spreewald ist seit 1991
00:04:17: UNESCO-Biosphärenreservat.
00:04:19: Forscher beobachten hier
00:04:21: Klimaeinflüsse,
00:04:23: Tierpopulationen, Wasserqualität.
00:04:26: Besucher können an Führungen teilnehmen,
00:04:29: bei Renaturierungsprojekten helfen
00:04:32: oder einfach lernen, wie empfindlich dieses Ökosystem ist.
00:04:36: In einer Zeit, in der vieles laut und schnell ist,
00:04:39: bietet der Spreewald das Gegenteil.
00:04:42: Er ist kein Erlebnispark, sondern ein Rückzugsort.
00:04:45: Kein Ort für To-Do-Listen, sondern fürs Abschalten.
00:04:48: Wer sich darauf einlässt,
00:04:50: findet nicht nur Natur, sondern auch Ruhe.
00:04:53: Und vielleicht genau das, was in unserem Alltag oft fehlt.
00:04:57: Also, wenn ich mir jetzt was wünschen dürfte,
00:05:00: ein Holzkarn, sanft durchs Schilf gleitend,
00:05:03: Vögel zwitschern und keine E-Mails für drei Tage.
00:05:06: Also ich wär dabei.
00:05:08: Und vielleicht ein kleiner Picknickkorb an Bord,
00:05:11: mit Brot, Quark und, na klar, Spreewaldgurken.
00:05:14: Tja, die gute alte Gurke.
00:05:16: Kaum ein anderes Gemüse.
00:05:18: So bodenständig und gleichzeitig so unterschätzt.
00:05:21: Und deshalb widmen wir ihr jetzt ein eigenes Kapitel.
00:05:24: Sie werden staunen, wie vielseitig dieses grüne Ding ist.
00:05:27: Von der Kosmetik bis zur Hightech-Zucht.
00:05:30: Also, willkommen im Alltag einer Gurke.
00:05:33: Es ist spannender, als Sie denken.
00:05:36: Sie liegt still da, glatt, grün, markelos.
00:05:40: Die Gurke.
00:05:42: Fast immer in der zweiten Reihe nie Hauptdarstellerin.
00:05:45: Und doch ist sie aus unserem Alltag kaum wegzudenken.
00:05:48: Ob als frischer Snack, Salazutat oder Konserve.
00:05:52: Die Gurke ist immer da.
00:05:54: Leise, zuverlässig und erstaunlich vielseitig.
00:05:58: Dabei beginnt ihr Leben unspektakulär.
00:06:01: In langgezogenen Gewächshäusern wird sie gesät, gehegt, überwacht.
00:06:05: Jede Phase ihres Wachstums ist durchgetaktet.
00:06:08: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht.
00:06:11: Alles wird genau gesteuert, das Ziel Einheitlichkeit.
00:06:15: Eine perfekte Gurke ist gerade glatt zwischen 300 und 600 g schwer.
00:06:20: Kleine Marke, keine Chance.
00:06:22: Schon eine minimale Krümung kann das ausbedeuten.
00:06:25: Zumindest im Supermarkt.
00:06:27: Denn dort regiert die Norm.
00:06:29: Kunden wollen Perfektion und der Handel liefert.
00:06:32: Was nicht passt, wird aussortiert oder weiterverarbeitet.
00:06:36: In Salatmischungen, Suppen oder eingelegt im Glas.
00:06:40: Die Biogurke ist hier eine Ausnahme.
00:06:43: Sie darf Ecken, Kanten, eine rauere Haut haben.
00:06:46: Geschmack zählt dort mehr als Optik.
00:06:48: Vielfalt wird nicht bestraft.
00:06:51: Tatsächlich ist die Gurke ein kulinarisches Multitalent.
00:06:54: Sie kühlt, sie erfrischt, sie bringt Balance.
00:06:57: In Bowls sorgt sie für Leichtigkeit.
00:07:00: Die Gurke ist ein klinisches Multitalent.
00:07:03: In Bowls sorgt sie für Leichtigkeit.
00:07:06: In Sandwiches für Struktur.
00:07:08: In Soßen für Frische.
00:07:10: Sterneköche setzen auf sie als Sorbet, Schaum
00:07:13: oder fermentierten Kontrapunkt.
00:07:15: Sie ist nicht laut, aber präsent.
00:07:18: Niedominant, aber immer verlässlich.
00:07:21: Im Glas erlebt sie ihre zweite Karriere.
00:07:24: Als Gewürzgurke, sauer eingelegt, ist sie ein Klassiker.
00:07:28: Sie hält monatelang, manchmal Jahre.
00:07:31: Ihr Biss bleibt ihr Geschmack auch.
00:07:34: Ob auf Bürgern, zur Wurst oder im Kartoffelsalat.
00:07:37: Eine gute Gurke kann einem Gericht Charakter geben.
00:07:40: Und sie kann noch mehr.
00:07:42: In der Kosmetik ist sie ein Star.
00:07:45: Gurkenextrakte wirken kühlend, beruhigend, feuchtigkeitsspendend.
00:07:49: Ihr Duft, grün, frisch, klar, steht für Reinheit.
00:07:53: Masken, Spreis, Cremes,
00:07:56: oft mit nur winzigen Anteilen echter Gurke,
00:07:59: aber voller Versprechen.
00:08:02: Und das funktioniert,
00:08:04: weil sie das Image längst geprägt hat.
00:08:07: International ist sie ebenso gefragt.
00:08:10: In Indien gehört sie zur Joghurt-Beilager Reiter.
00:08:14: In Mexiko wird sie mit Chili und Limette gewürzt,
00:08:17: in Japan süßsauer eingelegt.
00:08:20: Sie passt sich an. Leise, aber konsequent.
00:08:23: Keine Eroberin, sondern eine kluge Diplomatin des Geschmacks.
00:08:27: Doch ihr Ruhm hat Schattenseiten.
00:08:30: Der industrielle Anbau ist ressourcenintensiv.
00:08:33: Gurken brauchen Wasser, viel Wasser.
00:08:36: Und in beheizten Gewächshäusern auch jede Menge Energie.
00:08:40: Dazu kommen Verpackungen, Transport, Lagerung.
00:08:44: All das macht die vermeintlich unschuldige Gurke
00:08:47: zu einer kleinen Umweltbaustelle.
00:08:50: Es geht aber auch anders.
00:08:53: Regionaler Anbau, saisonaler Verkauf, plastikfreie Verpackung.
00:08:58: Das alles gibt es längst.
00:09:00: Auf Wochenmärkten, in Hofläden, bei solidarischer Landwirtschaft.
00:09:05: Die Voraussetzung?
00:09:07: Wir als Verbraucher müssen bereit sein, auch eine schiefe Gurke zu lieben.
00:09:11: Denn in ihr steckt oft die ehrlichere Geschichte.
00:09:15: Und die ist beeindruckend.
00:09:18: Denn die Gurke hat sich über Jahrhunderte behauptet.
00:09:21: Ohne Marketing, ohne Hype.
00:09:24: Sie war im Salat unserer Großeltern, auf Schulbroten, in Kantinen, auf Festbefeß.
00:09:31: Sie hat sich verändert und doch immer ihre Identität behalten.
00:09:36: Vielleicht liegt gerade darin ihr Geheimnis.
00:09:39: Sie ist einfach da, ohne laut zu sein, ohne sich zu verbiegen.
00:09:44: Sie passt sich an, bleibt aber im Kern dieselbe.
00:09:48: Sie ist eine stille Heldin im Alltag.
00:09:51: Und genau das macht sie so besonders.
00:10:08: wir fahren in die Uckermark und nein das ist kein technikwitz sondern echt
00:10:15: beeindruckend. Denn dort passiert gerade etwas das viele Großstädte neidisch
00:10:19: machen könnte. Glasfaserapps, smarte Schulen und das alles zwischen Kuhwiesen
00:10:23: und Dorfknalpen. Also schneiden sie sich an und lassen sie sich überraschen wie
00:10:28: modern das Landleben heute sein kann. Die Uckermark, für manche klingt das
00:10:35: nach Weite, Ruhe und schlechtem Netz. Doch genau hier, in einer der am dünnsten
00:10:41: besiedelten Regionen Deutschlands, passiert etwas das vielen Großstädten
00:10:45: voraus ist. Die digitale Transformation des Landlebens.
00:10:51: Vor wenigen Jahren war schnelles Internet hier noch ein Wunschtraum. Heute
00:10:56: rauschen Glasfaserkabel durch kleine Dörfer mit Namen, die kaum jemand kennt.
00:11:01: WLAN ist Standard, selbst in Gemeindehäusern auf Bauernhöfen und am
00:11:06: Dorfteich. Was wie ein Technikmärchen klingt, ist das Ergebnis von viel
00:11:11: Engagement, Förderung und kluger Planung. Das Herzstück sind sogenannte digitale
00:11:19: Dorfzentren. Alte Gemeindehäuser neu gedacht, ausgestattet mit schnellem
00:11:25: Internet, digitalen Whiteboards, Konferenstechnik, aber auch mit Kaffee,
00:11:31: Kuchen und Herz. Hier wird nicht nur gecoached und gearbeitet, sondern
00:11:37: gestrickt, programmiert, beraten. Alte und neue Kompetenzen treffen
00:11:42: aufeinander, Generationen übergreifend. Auch die Landwirtschaft profitiert.
00:11:49: Früher war der Blick in den Himmel die einzige Wettervorhersage. Heute
00:11:54: übernehmen Sensoren, Drohnen und digitale Steuerungen die Arbeit. Sie
00:11:59: messen Bodenfeuchtigkeit, analysieren Pflanzenzugestände und optimieren die
00:12:05: Düngung. Der Traktor fährt nicht mehr nach Gefühl, sondern nach Algorithmus und
00:12:11: spart dabei Ressourcen. Die Mobilität hat sich ebenfalls verändert. In vielen
00:12:16: Orten fährt kein Bus mehr nach Fahrplan, sondern nach Bedarf. Per App ruft
00:12:22: man einen autonomen Minibus, der morgens die Kinder zur Schule bringt,
00:12:25: mittags Medikamente abholt und abends Besucher zum Dorf fest fährt. Das
00:12:31: spart Kosten und macht Mobilität wieder sozialer. Auch die Gesundheitsversorgung
00:12:38: ist smarter geworden. Wer in die Sprechstunde will, lockt sich ein
00:12:43: per Video Chat. In den Dorfzentren stehen moderne Geräte für Herzfrequenzanalyse,
00:12:49: Blutdruckmessung und mehr. Unterstützt wird das ganze von geschultem
00:12:54: Personal, vor Ort und digital. So wird medizinische Versorgung wieder
00:12:59: erreichbar. Und die Schulen? Die haben längst auf digital umgestellt.
00:13:05: Interaktive Tafeln, Tablets, digitale Lernplattformen. Aber das allein ist nicht
00:13:11: die Sensation. Besonders ist, wie praxisnah hier gelernt wird. Kinder
00:13:16: erstellen digitale Baupläne für Spielgeräte, drucken Ersatzteile im
00:13:20: 3D-Drucker oder helfen bei der Programmierung von Sensoren auf dem
00:13:24: Bauernhof. Lernen wird greifbar und bleibt im Dorf. Stromversorgung? Auch die
00:13:31: läuft zunehmend digital. Dächer tragen Solarpanels, alte Ställe werden zu
00:13:36: Energiespeichern, Windräder liefern lokalen Strom. Überschüsse werden in
00:13:41: einer App gehandelt, zwischen Nachbarn ganz ohne Energiekonzern. Die Bezahlung
00:13:46: läuft über Blockchain, die Steuerung per Klick. Und auch die Kultur ist
00:13:51: digital geworden. Ob Dorfteater, Lesung, DJ Workshop im Lockshop, alles lässt sich
00:13:58: per App finden, buchen, streamen. Es gibt digitale Stadtführungen, Podcasts von
00:14:03: lokalen Autoren, Livestreams von Dorffesten. Die Uckermark ist nicht nur smart, sie ist
00:14:10: kreativ. Doch das Wichtigste ist, all das funktioniert, weil die Menschen mitmachen.
00:14:16: Digitalisierung ist hier kein Projekt von oben, sondern ein Werkzeug für
00:14:21: Gemeinschaft. Technik soll nicht ersetzen, sondern verbinden. Und genau das
00:14:26: gelingt. Schritt für Schritt, Dorf für Dorf. Die Uckermark zeigt, Zukunft braucht
00:14:32: keine Millionenstädte. Sie braucht Mut, Offenheit und den Willen Neues zu wagen.
00:14:38: Was hier passiert, ist mehr als Strukturförderung. Es ist ein neues
00:14:42: Verständnis von Heimat. Digital, lebendig und zutiefst menschlich.
00:14:48: Also ich finde es großartig, wie viel Innovation da in kleinen Dörfern steckt.
00:14:52: Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Brandenburg zur digitalen Vorzeigeregion
00:14:56: wird? Und das zeigt, Zukunft muss nicht laut sein. Manchmal reicht ein gutes
00:15:01: Netz und ein paar mutige Ideen. Mutig ist auch unser nächstes Thema, denn wir
00:15:06: sprechen jetzt über eine ganz neue Art, Auto zu fahren. Ganz ohne Autokauf.
00:15:10: "Auto-Abo" heißt das zauber Wort. Klingt erst mal ein bisschen nach
00:15:15: Streamingdienst mit Reifen, ist aber tatsächlich eine richtig clevere
00:15:19: Mobilitätslösung. Also Schlüssel abholen war gestern. Heute wird das
00:15:22: Auto gebucht. Flexibel, digital, all-inclusive. Hören Sie rein.
00:15:27: Stellen Sie sich vor, Sie öffnen eine App, wählen ein Auto aus und fahren los.
00:15:32: Kein Kaufvertrag, keine Leasingbindung, kein Werkstattstress.
00:15:36: Einfach losfahren, solange Sie wollen. Willkommen in der Welt des Auto-Abo's.
00:15:42: Das Konzept ist so einfach wie genial. Sie zahlen eine monatliche Pauschale
00:15:48: und bekommen dafür ein Auto ihrer Wahl. Versicherung, Wartung, Reifenwechsel,
00:15:53: Steuern, alles inklusive. Sie fahren, wann Sie wollen.
00:15:57: Und wenn sich ihr Leben verändert, dann wechselt das Auto einfach mit.
00:16:01: Vom City-Flitzer zum Familien-Van, vom Hybrid zur Limousine.
00:16:06: Große Anbieter wie Volvo, Mercedes oder Start-ups wie Finn setzen auf diesen
00:16:11: neuen Mobilitätsansatz. Die Fahrzeuge sind modern ausgestattet,
00:16:15: vernetzt oft voll elektrisch. Die gesamte Verwaltung läuft digital.
00:16:20: Buchen, Verwalten, Kündigen, alles per App. Und das passt in unsere Zeit.
00:16:26: Denn Mobilität verändert sich. Immer mehr Menschen leben flexibel.
00:16:30: Mal in der Stadt, mal auf dem Land. Mal mit Partner, mal mit Kind, mal allein.
00:16:35: Ein festes Auto ist da oft eher Last als Luxus. Ein Abo dagegen bietet Freiheit.
00:16:42: Ohne Besitz, aber mit Kontrolle. Besonders attraktiv ist das Modell
00:16:47: für Städter*innen, Pendler*innen, junge Familien und Technik-Fans.
00:16:51: Wer regelmäßig unterwegs ist, aber keine Lust auf Werteverlust,
00:16:55: Werkstatttermine oder lange Laufzeiten hat, findet im Abo eine spannende Alternative.
00:17:01: Gerade für E-Autos, deren Technik sich rasant weiterentwickelt, ist das Modell ideal.
00:17:07: Aber es hat auch seinen Preis. Die monatlichen Kosten liegen meist zwischen 600 und 900 Euro.
00:17:14: Je nach Modell und Ausstattung. Für viele Nutzer*innen kann sich das rechnen.
00:17:19: Wer jedoch wenig fährt, zahlt unter Umständen drauf.
00:17:22: Es bleibt ein Premium-Angebot, das gut kalkuliert sein will.
00:17:26: Und dann ist da die ökologische Frage.
00:17:29: Autoabos versprechen mehr Effizienz.
00:17:32: Ein Fahrzeug wird von mehreren genutzt, steht weniger herum, verschleißt planbarer.
00:17:38: Das klingt nachhaltig, ist aber nur dann wirklich grün,
00:17:42: wenn die Flotten langlebig, elektrisch und gut ausgelastet sind.
00:17:47: Ein weiteres Risiko? Wenn alle ihr eigenes Auto-Abo haben,
00:17:52: könnte der Verkehr in den Städten sogar zunehmen.
00:17:55: Es braucht also gute Verknüpfung mit Bahn, Bus, Bike-Sharing.
00:18:00: Denn nur im Zusammenspiel entsteht echte nachhaltige Mobilität.
00:18:05: Zukunftsmodelle setzen auf Plattformen, Einzugang, viele Angebote.
00:18:10: Monats-Abo, das nicht nur Auto, sondern auch ÖPNV, eScooter, Car-Sharing umfasst.
00:18:17: Alles digital verwaltet, alles flexibel kombinierbar.
00:18:22: Mobilität wird dann nicht mehr in Besitz gedacht, sondern in Nutzung.
00:18:27: Und genau das verändert unser Verhältnis zum Auto.
00:18:31: Es wird zum Service. Nicht mehr zum Status-Symbol.
00:18:35: Die Frage lautet nicht mehr, was für ein Auto hast du, sondern was brauchst du heute?
00:18:42: Natürlich ist das nicht für alle.
00:18:45: Viele Menschen hängen am eigenen Wagen, am vertrauten Gefühl, am Parkplatz vor der Tür.
00:18:51: Aber für eine wachsende Zahl ist das Abo eine echte Alternative.
00:18:55: Praktisch, zeitgemäß, individuell.
00:18:59: Vielleicht wird das Auto-Abo nicht das eigene Fahrzeug ersetzen,
00:19:04: aber es ergänzt es. Klug, flexibel, digital.
00:19:09: Und wer weiß, vielleicht ist es der Anfang einer neuen Mobilitätskultur.
00:19:14: Einer, die Freiheit nicht im Besitz sucht, sondern im Zugang.
00:19:19: Vier Themen, vier Perspektiven und jede Menge Inspiration, oder?
00:19:24: Total. Ich fand es richtig spannend und irgendwie auch beruhigend zu sehen,
00:19:28: wie viel sich bewegt, ob auf dem Land, auf der Straße oder sogar im Gurkenglas.
00:19:32: Danke, dass Sie mit uns unterwegs waren.
00:19:35: Und wenn Ihnen unser Podcast gefallen hat, erzählen Sie es gern weiter,
00:19:38: abonnieren Sie uns und freuen Sie sich auf die nächste Folge.
00:19:42: Und wenn Sie die Zeit bis zur nächsten Folge unseres Podcasts nutzen möchten,
00:19:46: schauen Sie doch mal in unser Online-Magazin Momente unter tank.rast.de/magazin.
00:19:52: Dort erwarten Sie rund 200 spannende Artikel von Genuss über Reisen
00:19:57: bis hin zu praktischen Tipps für den Alltag.
00:19:59: Und das Beste, alle Artikel können Sie sich auch von einer KI vorlesen lassen.
00:20:03: Fast wie ein Podcast, aber eben nur fast.
00:20:06: Bis bald.
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