Momente – der Podcast zum Magazin von Tank & Rast #25
Shownotes
In dieser Folge von Momente geht’s ums Loslassen, Ankommen, Weiterdenken – und ums Wieder-in-die-Gänge-Kommen. Nathalie und Sascha starten mit dem Zauber des spontanen Reisens: einfach losfahren, ohne Ziel – und dabei große Freiheit finden. Danach geht’s an den Bodensee abseits der Touristenpfade: Subkultur, Craft Beer, Naturerlebnisse. Es folgen zwei Zukunftsthemen: Wasserstoff als möglicher Antrieb für nachhaltige Mobilität – und wie Digitalisierung unsere Fortbewegung verändern wird, von autonomen Fahrzeugen bis intermodalem Reisen. Zum Abschluss dreht sich alles um Motivation: Was tun, wenn man einfach keine Lust hat? Antworten gibt’s mit Humor, Alltagstauglichkeit und einem Augenzwinkern. Übrigens: Weitere spannende Inhalte finden Sie auch online im Momente-Magazin unter www.tank.rast.de/magazin.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu einer neuen Folge von Momente, der Podcast von Tank und Rast.
00:00:06: Ich bin Natalie.
00:00:07: Und ich bin Sascha.
00:00:09: Und heute haben wir eine wirklich spannende Mischung für Sie.
00:00:13: Von spontanen Roadtrips ohne Ziel bis hin zu der Frage,
00:00:16: wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden.
00:00:18: Oh ja, wir beginnen mit einem ganz besonderen Reiseerlebnis.
00:00:22: Planlos unterwegs.
00:00:24: Warum es manchmal die beste Entscheidung ist,
00:00:26: einfach loszufahren und sich treiben zu lassen.
00:00:29: Danach tauchen wir ein in die Welt des Bodensees,
00:00:32: aber abseits der klassischen Touristenorte.
00:00:34: Wussten Sie, dass es dort eine blühende Underground-Szene gibt?
00:00:37: Weiter geht es mit einem Zukunftsthema.
00:00:40: Wasserstoff als Antrieb.
00:00:42: Ist das die Revolution oder nur ein schöner Traum?
00:00:46: Apropos Zukunft.
00:00:48: Die Digitalisierung der Mobilität wird unsere Art zu Reisen komplett verändern.
00:00:52: Selbstfahrende Autos, KI-gestützten Navigation,
00:00:56: vernetzte Verkehrsströme.
00:00:58: Das kommt da auf uns zu.
00:01:00: Danach kommt ein Thema für alle,
00:01:02: die hin und wieder ein Motivationstief haben.
00:01:05: Wie bleibt man motiviert, wenn man einfach keine Lust hat?
00:01:08: Oh ja, das ist sicherlich ein Thema, bei dem jeder von uns mitreden kann.
00:01:11: Aber kommen wir jetzt zum ersten Thema.
00:01:13: Lehnen Sie sich zurück und schnallen Sie sich an.
00:01:16: Es geht los, und zwar ohne einen Plan.
00:01:26: Es gibt Momente, in denen es der beste Plan ist, keinen Plan zu haben.
00:01:31: Einfach loszufahren, ohne festgelegte Route,
00:01:34: ohne Reservierungen,
00:01:36: ohne den Druck ein bestimmtes Ziel erreichen zu müssen.
00:01:39: Klingt befreiend?
00:01:41: Ist es auch, aber es erfordert auch Mut.
00:01:44: Denn wer sich dem Zufall überlässt, gibt ein Stück Kontrolle ab.
00:01:48: Und genau da beginnt das Abenteuer.
00:01:51: Die meisten Menschen gehen mit klaren Vorstellungen auf Reisen.
00:01:55: Koffer gepackt, Rute geplant, Sehenswürdigkeiten im Kopf.
00:01:59: Aber was passiert, wenn man all das hinter sich lässt?
00:02:03: Wenn man nicht weiß, was hinter der nächsten Kurve auf einen wartet?
00:02:07: Das zielose Reisen ist kein modernes Konzept.
00:02:10: Es zieht sich durch die Geschichte.
00:02:13: Früher waren es die Entdecker,
00:02:15: die sich von Wind und Strömung treiben ließen.
00:02:18: Heute sind es Menschen, die bewusst auf Kontrolle verzichten,
00:02:21: um das Unerwartete zu erleben.
00:02:24: Warum ist diese Art des Reisens heute so attraktiv?
00:02:28: Vielleicht, weil unser Alltag durchgeplant ist.
00:02:31: Jede Minute zählt, jede Entscheidung wird optimiert.
00:02:35: Selbst unsere Freizeit ist oft durchgetaktet.
00:02:38: Eine Reise ohne Plan ist in dieser Welt ein kleiner Akt der Rebellion.
00:02:43: Gegen Effizienz, gegen Erwartungen, gegen den Druck,
00:02:47: das Perfekte erleben zu müssen.
00:02:50: Doch mit der Freiheit kommen die Herausforderungen.
00:02:53: Was tun, wenn es dunkel wird und kein Schlafplatz in Sicht ist?
00:02:57: Wenn man sich in einer fremden Stadt wiederfindet,
00:03:00: deren Sprache man nicht spricht.
00:03:02: Wer ohne Ziel reist, erlebt genau solche Momente und wächst daran.
00:03:07: Es sind die unerwarteten Begegnungen,
00:03:10: die besten Geschichten, die sich nicht planen lassen.
00:03:14: Ein Beispiel.
00:03:16: Ein Reisender wollte eigentlich nur eine kleine Tour
00:03:19: durch Südosteuropa machen.
00:03:21: Ohne Route, nur mit dem Fahrrad.
00:03:24: Irgendwo in Albanien fand er sich auf einer einsamen Bergstraße wieder.
00:03:28: Keine Stadt in Sicht, die Sonne ging unter.
00:03:31: Ein alter Lieferwagen hält an.
00:03:33: Der Fahrer spricht kein Wort Englisch.
00:03:36: Aber mit Gesten macht er klar, einsteigen.
00:03:39: Nach einer holprigen Fahrt landete der Reisende
00:03:42: in einem kleinen Bergdorf.
00:03:44: Bekam ein ihm unbekanntes Essen serviert, schlief unter freiem Himmel
00:03:49: und erlebte einen der magischsten Abende seiner Reise.
00:03:53: Solche Momente zeigen, was möglich ist,
00:03:56: wenn man sich auf das Unbekannte einlässt.
00:03:59: Es geht nicht darum, sich ziellos treiben zu lassen,
00:04:02: sondern den Moment zu nehmen, wie er kommt.
00:04:05: Und manchmal führt das dazu,
00:04:07: dass man den schönsten Sonnenuntergang seines Lebens
00:04:10: an einem Ort erlebt, den man nie auf einer Landkarte gefunden hätte.
00:04:14: Loslassen ist die größte Herausforderung beim Reisen ohne Ziel.
00:04:18: Die Angst, etwas zu verpassen, sitzt tief.
00:04:21: Doch wer keine Pläne hat, kann nichts verpassen.
00:04:24: Denn alles, was passiert, ist genau das, was passieren soll.
00:04:28: Es geht nicht darum, von einer Sehenswürdigkeit
00:04:31: zur nächsten zu hetzen, sondern sich auf das Hier und Jetzt einzulassen.
00:04:36: Und vielleicht verändert sich dabei nicht nur die Reise,
00:04:39: sondern auch der eigene Blickwinkel.
00:04:41: Wer einmal erlebt hat, dass das Unbekannte oft mehr bietet,
00:04:45: als das Geplante, wird auch im Alltag anders denken.
00:04:49: Reisen ohne Ziel ist eine Lektion im Loslassen.
00:04:53: Eine Erinnerung daran,
00:04:55: dass der Weg oft wichtiger ist als das Ziel.
00:05:02: Also Natalie, ganz ehrlich?
00:05:04: Wärst du mutig genug, einfach ohne Plan loszufahren?
00:05:07: Auf jeden Fall.
00:05:08: Aber ich glaube, nach drei Stunden hätte ich Hunger
00:05:11: und würde dann doch wieder ein Restaurant mit guten Bewertungen suchen.
00:05:14: Da spricht die echte Reisende.
00:05:16: Aber wie wäre es mit einer ziellosen Tour rund um den Bodensee?
00:05:20: Da gibt es nicht nur Postkarten, Idylle,
00:05:22: sondern auch richtig coole Überraschungen.
00:05:29: Das ist der Bodensee.
00:05:31: Und jeder von uns hat direkt bei seinem Namen ein Bild vor Augen.
00:05:34: Aber Achtung, wer ihn nur mit gepflegten Uferpromenaden,
00:05:38: Senioren auf E-Bikes und Fischrestaurants verbindet,
00:05:41: kennt nur eine Seite.
00:05:43: Denn abseits der klassischen Touristenfade
00:05:46: zeigt sich eine Region voller Gegensätze.
00:05:49: Zwischen Konstanz, Meersburg und Bregenz
00:05:52: verbergen sich unerwartete Abenteuer, kreative Subkultur
00:05:56: und Orte, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.
00:06:00: Natürlich ist Konstanz die inoffizielle Hauptstadt des Bodensees.
00:06:04: Mit ihrer Altstadt der berühmten Imperia-Statue am Hafen
00:06:08: und unzähligen Cafés ist sie ein Besuchermagnet.
00:06:12: Doch die spannendsten Entdeckungen warten oft in den vermeintlichen Nebenrollen.
00:06:17: So besticht Überlingen mit mediterranem Flair,
00:06:20: kleinen Kneipen und einer alternativen Kulturszene.
00:06:24: Hier befindet sich auch das Z88,
00:06:27: ein Geheimtipp für Live-Musik und Poetry Slams.
00:06:30: Friedrichshafen mag auf den ersten Blick industriell wirken.
00:06:34: Doch wer hinter die Fassade blickt, entdeckt eine lebendige Underground-Szene.
00:06:39: So finden im Graf Zeppelin-Haus regelmäßig Konzerte statt.
00:06:43: Das Metropolkino zeigt handverlesene Indie-Filme
00:06:47: und regelmäßig gibt es Kunstveranstaltungen.
00:06:50: Der Bodensee ist aber nicht nur ein Paradies für Kulturliebhaber.
00:06:54: Er ist auch ein Tummelplatz für alle Wasserratten.
00:06:57: Segeln und Tretbootfahren kennt jeder.
00:07:00: Aber wie wäre es mit Wakeboarden in Innenstadt
00:07:03: oder Kitesurfen auf der Schweizer Seite?
00:07:06: Für geübte Taucher ist der Teufels-Tisch
00:07:09: ein mystischer Unterwasserfelsen, unweit der Insel Mainau.
00:07:13: Wer es ruhiger mag, startet mit dem Stand-up Paddleboard
00:07:16: in den Sonnenaufgang.
00:07:18: Ein fast meditatives Erlebnis,
00:07:21: bevor die ersten Ausflugsboote über den See gleiten.
00:07:24: Und wer es etwas wilder mag, fährt zum Reihenfall bei Schaffhausen,
00:07:28: wo man sich in kleinen Booten den tosenden Wassermassen nähert.
00:07:32: Auch kulinarisch überrascht der Bodensee immer wieder aufs Neue.
00:07:36: Während die Region für ihren Weißwein bekannt ist,
00:07:39: entwickelt sich seit einigen Jahren eine spannende Szene
00:07:42: für Gin- und Craft-Bier.
00:07:44: Das Weingut Hagenauer produziert hervorragende Bio-Weine
00:07:47: und schenkt sie direkt am See aus.
00:07:50: In Kressbronn wird handgemachter Gin
00:07:53: aus regionalen Botanicals hergestellt.
00:07:56: Und im Hopfengut Nr. 20 in Tätnang
00:07:59: erfährt man alles über die Kunst des Bierbrauens.
00:08:02: Verkostung inklusive.
00:08:04: Und wer glaubt, dass der Bodenseen nachts schläft,
00:08:07: der irdgewaltig.
00:08:09: Natürlich gibt es gemütlich Kneipen mit Seeblick,
00:08:12: aber es gibt auch Orte,
00:08:14: an denen bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wird.
00:08:17: Die Räuberhöhle in Konstanz ist kleiner, aber legendär.
00:08:21: Hier steht der DJ direkt neben der Theke.
00:08:24: Das Berries in Friedrichshafen
00:08:26: verbindet Jazz-Club mit Hip-Hop-Lounge.
00:08:29: Die Kantine KN gilt als bester Techno-Club der Region
00:08:32: und macht sogar in Berlin von sich reden.
00:08:35: Abseits der Städte zeigt sich die Natur von ihrer wilden Seite.
00:08:39: Wem die Mainau zu überlaufen ist,
00:08:42: der wandert durch die Marienschlucht,
00:08:45: eine fast merchenhafte Schlucht mit Wasserfällen
00:08:48: und versteckten Höhlen.
00:08:50: Oder zum Seewaldsee,
00:08:52: einem abgelegenen Bergsee über dem Bodensee,
00:08:55: der auch im Hochsommer angenehm kühl bleibt.
00:08:58: Die Insel Reichenau, oft nur für ihre Klöster bekannt,
00:09:01: ist ein Paradiesverratfahrer,
00:09:03: die entlang von Gemüsefeldern und einsamen Uferwegen
00:09:06: eine ganz andere Seite der Region entdecken.
00:09:10: Der Bodensee ist nichts für Perfektionisten.
00:09:13: Die Region ist eine Mischung aus verträumten Dörfern,
00:09:16: pulsierenden Städten,
00:09:18: schweißtreibenden Party-Meilen
00:09:20: und einsamen Naturschau-Plätzen.
00:09:23: Zwischen schicken Yacht-Clubs
00:09:25: und improvisierten Open-Air-Festivals
00:09:27: liegt eine ganz besondere Welt.
00:09:29: Wer nur wegen der Postkartenmotive kommt, wird sie finden.
00:09:33: Doch wer sich auf das Abenteuer einlässt,
00:09:36: entdeckt eine Region,
00:09:38: die weit mehr zu bieten hat als eine schöne Kulisse.
00:09:41: Okay, ich geb's zu.
00:09:43: Ich dachte immer, der Bodensee ist nur was für Segler und Rentner.
00:09:47: Aber da gibt's echt coole Spots.
00:09:49: Ja, und dann die ganzen Kleinbrauereien und Gin-Manufakturen.
00:09:52: Ich seh uns schon beim Sundowner am Wasser.
00:09:55: Bevor du dich in Gedanken verlierst,
00:09:57: lass uns schauen, was die Zukunft bringt.
00:10:00: Und da dreht sich alles um einen ganz besonderen Antrieb.
00:10:03: Ist Wasserstoff wirklich der Heilsbringer
00:10:06: für die Mobilitätswende?
00:10:08: Die Idee klingt genial.
00:10:12: Autos, Schiffer- oder Flugzeuge,
00:10:14: die keine Emissionen ausstoßen
00:10:16: und als einziges Abfallprodukt Wasser hinterlassen.
00:10:20: Der Wasserstoffantrieb gilt vielen als Schlüssel
00:10:23: zu einer nachhaltigen Mobilität.
00:10:26: Aber ist er wirklich die Zukunft?
00:10:29: Oder nur ein technisch faszinierendes Konzept ohne Durchbruch?
00:10:33: Wasserstoff hat als Energieträger ein enormes Potenzial.
00:10:39: Vor allem die Brennstoffzelle in der Wasserstoff- mit Sauerstoff reagiert
00:10:43: und dabei elektrische Energie erzeugt,
00:10:46: könnte eine saubere Alternative zu fossilen Brennstoffen sein.
00:10:50: Das Prinzip arbeitet emissionsfrei, effizient und leise.
00:10:54: Doch wenn Wasserstoff so vielversprechend ist,
00:10:57: warum hat sich die Technologie noch nicht durchgesetzt?
00:11:01: Eines der größten Hindernisse ist die fehlende Infrastruktur.
00:11:05: In Deutschland gibt es derzeit nur rund 100 Wasserstoff-Tankstellen.
00:11:10: Bei über 14.000 konventionellen Tankstellen
00:11:13: und einem wachsenden Ladennetz für Elektroautos
00:11:16: ist das ein Tropfen auf den heißen Stein.
00:11:19: Der Aufbau solcher Tankstellen ist teuer,
00:11:22: denn Wasserstoff muss entweder bei extrem niedrigen Temperaturen
00:11:26: oder unter hohem Druck gespeichert werden.
00:11:29: Beides kostet Energie und macht die Technik kompliziert.
00:11:33: Während Länder wie Japan oder Südkorea
00:11:36: bereits in die Wasserstoffinfrastruktur investieren,
00:11:39: hinken Europa und die USA hinterher.
00:11:42: Ein weiteres Problem ist die Herstellung von Wasserstoff.
00:11:47: Das Element ist zwar überall vorhanden,
00:11:50: aber es fällt in reiner Form vor
00:11:53: und muss aufwendig hergestellt werden.
00:11:56: Dabei wird zwischen grauem, blauen und grünem Wasserstoff unterschieden.
00:12:00: Grauer Wasserstoff wird aus Erdgas gewonnen,
00:12:03: wobei große Mengen CO2 freigesetzt werden.
00:12:06: Blauer Wasserstoff ist zwar klimafreundlicher,
00:12:09: da das CO2 abgetrennt und gespeichert wird,
00:12:12: bleibt aber auf fossile Brennstoffe angewiesen.
00:12:15: Die nachhaltigste Lösung ist grüner Wasserstoff,
00:12:18: wo die Brüse mit erneuerbarem Strom hergestellt wird.
00:12:21: Doch die Technologie ist teuer und ineffizient.
00:12:24: Rund 70% der eingesetzten Energie gehen verloren.
00:12:28: Während batteriebetriebene Elektroautos immer mehr Marktanteile gewinnen,
00:12:32: bleibt der Wasserstoffantrieb im Pkw-Bereich ein Nischenprodukt.
00:12:36: Batteriefahrzeuge haben sich durchgesetzt,
00:12:39: weil sie einfacher und günstiger sind.
00:12:42: Das Ladennetz wächst
00:12:44: und die Batterien werden immer leistungsfähiger.
00:12:47: Wasserstofffahrzeuge haben zwar den Vorteil
00:12:49: schnellerer Betankungszeiten und höherer Reichweiten,
00:12:52: aber ohne eine dichte Infrastruktur bleibt dieser Vorteil theoretisch.
00:12:57: Das heißt aber nicht, dass Wasserstoff keine Zukunft hat.
00:13:00: Vor allem im Schwerlastverkehr, in der Schifffahrt und in der Luftfahrt,
00:13:04: könnten Wasserstoffantriebe eine wichtige Rolle spielen.
00:13:08: Lkw und Busse brauchen große Reichweiten
00:13:11: und können nicht stundenlang an der Ladesäule stehen.
00:13:14: Hier ist Wasserstoff eine echte Alternative.
00:13:17: Auch die Luftfahrt setzt auf Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft.
00:13:22: Airbus will bis 2035 ein erstes Wasserstoffflugzeug auf den Markt bringen.
00:13:28: Bleibt aber die Frage,
00:13:30: Kann sich der Wasserstoffantrieb auf einem Markt durchsetzen, der derzeit von Batterien dominiert wird?
00:13:35: Die Antwort ist noch offen. Wasserstoff hat ein enormes Potenzial, aber es ist kein Selbstläufer.
00:13:43: Ohne massive Investitionen in Infrastruktur, günstiger Reproduktionsmethoden und politische Unterstützung bleibt die Technologie eine spannende, aber wenig genutzte Option.
00:13:54: Vielleicht muss man es auch anders sehen. Wasserstoff mag nicht die Lösung für jede Art von Mobilität sein, aber dort, wo große Reichweiten und schnelles Betanken entscheidend sind, könnte er zum Gamechanger werden.
00:14:08: Also Wasserstoff klingt nach der perfekten Lösung. Allerdings ohne die passende Infrastruktur wird es schwierig. Ist so eine Art Henne-Eye-Problem.
00:14:16: Richtig. Ohne genügend Tankstellen wird es schwierig. Es sind halt riesige Investitionen, die hier aufgeboten werden müssen, damit überhaupt erst einmal ein attraktives Netz entstehen kann.
00:14:28: Aber das Thema Mobilität der Zukunft ist noch viel größer als nur die Frage nach der Antriebsart. Stichwort Digitalisierung der Mobilität.
00:14:38: Die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, verändert sich grundlegend. Früher war das eigene Auto das Maß aller Dinge, ein Statussymbol, ein Zeichen von Freiheit.
00:14:49: Heute erleben wir eine Mobilitätsrevolution getrieben von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und neuen Mobilitätskonzepten.
00:14:58: Doch was bedeutet das konkret? Werden wir bald nur noch Passagiere in autonomen Fahrzeugen sein, ohne jemals selbst das Steuer in die Hand zu nehmen?
00:15:08: Das Thema autonomes Fahren beherrscht seit Jahren die Diskussion um die Mobilität der Zukunft.
00:15:15: Unternehmen wie beispielsweise Tesla, Mercedes oder Waimo entwickeln Fahrzeuge, die den Fahrer überflüssig machen sollen. Theoretisch könnten selbstfahrende Autos den Verkehr sicherer und effizienter machen.
00:15:28: Denn rund 90% aller Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen, sei es Unachtsamkeit, Müdigkeit oder schlicht falsche Entscheidungen.
00:15:39: Künstliche Intelligenz kann diese Fehler vermeiden, vorausschauend agieren und Fahrzeuge optimal aufeinander abstimmen.
00:15:47: Doch bis wir in einer Welt leben, in deren Autos vollautomatisch durch die Stadt chauffieren, sind noch viele Hürden zu nehmen.
00:15:54: Ein großes Problem liegt in der technischen Umsetzung.
00:15:58: Selbst modernste Assistenzsysteme tun sich schwer mit unverheersebaren Situationen, plötzliche Baustellen, unklare Verkehrsführungen oder extreme Wetterbedingungen.
00:16:10: Hinzu kommt die rechtliche Frage. Wer haftet, wenn ein autonomes Fahrzeug einen Unfall verursacht?
00:16:18: Der Fahrer, der Hersteller, der Softwareentwickler? Die Gesetzgebung hängt hinterher.
00:16:25: Und solange diese Frage nicht eindeutig geklärt ist, bleibt das vollautonome Fahren Zukunftsmusik.
00:16:32: Während das autonome Fahren also noch seine Kinderkrankheiten hat, verändert sich längst unser Mobilitätsverhalten in anderen Bereichen.
00:16:40: Vor allem in den Städten ist der Trend klar. Besitz wird immer unwichtiger, Flexibilität immer wichtiger.
00:16:48: Car-Sharing, Rite-Hailing-Dienste, Lai-E-Scooter und der öffentliche Nahverkehr verschmelzen zu einem hybriden Verkehrssystem.
00:16:57: Das eigene Auto steht immer öfter nur in der Garage und wird durch intelligente Mobilitätslösungen ersetzt.
00:17:05: Ein Paradebeispiel für diese Entwicklung ist das Konzept der intermodalen Mobilität.
00:17:11: Morgens mit dem Elektroroller zur S-Bahn, mit dem Zug in die Stadt, mittags mit dem Car-Sharing-Auto zum nächsten Termin
00:17:18: und abends mit dem Mietfahrrad nach Hause. All das ist möglich, weil Apps heute den gesamten Verkehr vernetzen.
00:17:26: Plattformen wie Google Maps, Movid oder Yelby zeigen in Echtzeit die besten Routen mit allen verfügbaren Verkehrsmitteln an.
00:17:34: In Zukunft könnten Mobilitätsabos an Bedeutung gewinnen. Man zahlt einen monatlichen Beitrag und erhält Zugang zu allen Verkehrsmitteln,
00:17:43: ohne sich um Ticketpreise oder Einzelbuchungen kümmern zu müssen.
00:17:47: Gleichzeitig wird der Verkehr immer intelligenter. Intelligente Ampeln, die den Verkehrsfluss in Echtzeit anpassen,
00:17:55: vernetzte Fahrzeuge, die sich gegenseitig über Staus oder Gefahren informieren. All das soll die täglichen Wege schneller und effizienter machen.
00:18:04: In einigen Städten wie Kopenhagen oder Singapur werden bereits grüne Wellen für Radfahrer getestet,
00:18:10: bei denen Sensoren an Ampeln erkennen, wenn sich eine größere Gruppe nähert und die Schaltung entsprechend anpassen.
00:18:17: Auch die Logistikbranche erlebt durch die Digitalisierung eine Revolution. Paketlieferungen per Drohne sind keine Zukunftsvision mehr,
00:18:26: sondern werden bereits in Pilotprojekten getestet. Autonome Lieferroboter können schon bald Pakete durch die Straßen fahren und die Zustellung effizienter machen.
00:18:36: Große Online-Händler investieren in diese Technologien, um die letzte Meile, also den Weg vom Verteilzentrum bis zur Haustür, schneller und kostengünstiger zu gestalten.
00:18:47: Und dann ist da noch ein Bereich, der fast vergessen scheint, der öffentliche Verkehr.
00:18:52: Während Flugzeuge und Autos immer intelligenter werden, kämpfen Busse und Bahnen in vielen Städten noch mit Verspätungen und veralteten Systemen.
00:19:01: Doch auch hier tut sich etwas. Digitale Fahrpläne, Rufbusse, die Nuba Bedarf bestimmte Strecken bedienen oder fahrlose Straßenbahnen könnten den ÖPNV in Zukunft attraktiver machen.
00:19:14: Besonders spannend sind Konzepte wie das Hyperloop-System von Elon Musk, ein Hochgeschwindigkeits-Transportssystem, das mit bis zu 1200 km/h durch Röhren sausen könnte.
00:19:26: Doch bei allem technologischen Fortschritt bleibt die große Frage – macht uns das alles unabhängiger oder abhängiger?
00:19:34: Verleeren wir die Kontrolle über unsere Mobilität, wenn Algorithmen entscheiden, wie wir uns fortbewegen?
00:19:40: Oder gewinnen wir durch automatisierte Systeme mehr Freiheit, weil wir uns nicht mehr um den Verkehr kümmern müssen?
00:19:47: Die Digitalisierung der Mobilität ist keine Zukunftsmusik mehr, sie findet statt. Ob sich Konzepte wie das autonome Fahren oder die vollständig vernetzte Mobilität durchsetzen, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
00:20:01: Klar ist, die Art der Fortbewegung von heute ist eine Aussterbende.
00:20:06: Also, wenn mein Auto mich bald ganz alleine fährt, kann ich dann endlich in Ruhe unterwegs Serien gucken?
00:20:11: Ja, oder dein Büro einrichten. Aber bevor wir uns zu sehr in Zukunftsvisionen verlieren, bleiben wir mal ganz bodenständig.
00:20:20: Wie bleibt man eigentlich motiviert, wenn man einfach keine Lust hat? Wir erklären es Ihnen.
00:20:26: Jeder kennt das. Voller Tatendrang startet man ein neues Projekt, sei es Sport, gesündere Ernährung oder eine Neufähigkeit.
00:20:35: Doch schon nach wenigen Wochen ist die anfängliche Begeisterung verflogen, der Alltag hat die Oberhand geworden und plötzlich scheint es unmöglich am Ball zu bleiben.
00:20:45: Doch warum passiert das so oft? Und wie schaffen es andere, ihre Motivation langfristig aufrechtzuerhalten?
00:20:52: Einer der häufigsten Fehler ist die Zielsetzung. Ich will fitter werden. Oder ich will gesünder Essen.
00:20:59: Sind zwar gut gemeinte Vorsätze, aber viel zu baden. Unser Gehirn braucht konkrete messbare Ziele.
00:21:06: Wer stattdessen sagt, ich will in drei Monaten zehn Kilometer am Stück laufen.
00:21:11: Oder ich werde an drei Tagen in der Woche trainieren. Hat ein klares Ziel vor Augen und damit eine viel größere Chance es auch zu erreichen.
00:21:21: Doch selbst mit den besten Zielen gibt es ein Problem. Motivation ist unzuverlässig.
00:21:28: Sie ist stimmungsabhängig, wetterabhängig, manchmal auch launisch.
00:21:33: An einem sonnigen Tag ist es leicht voller Energie zum Training zu gehen.
00:21:38: Aber was passiert an einem dunklen, kalten Montagabend?
00:21:42: Wer sich nur auf die Motivation verlässt, wird auf Dauer scheitern.
00:21:46: Die Warestärke liegt in der Disziplin. Disziplin hat häufig einen schlechten Ruf.
00:21:52: Viele verbinden sie mit Zwang oder Härte. Tatsächlich geht es aber darum, Routinen zu entwickeln, die langfristig zur Selbstverständlichkeit werden.
00:22:01: Erfolgreiche Menschen entscheiden nicht jeden Tag neu, ob sie trainieren.
00:22:05: Sie tun es einfach, weil es zu ihrem Alltag gehört.
00:22:09: Eine der besten Methoden, um Disziplin aufzubauen, ist das Habit-Stacking.
00:22:14: Das Verknüpfen einer neuen Gewohnheit mit einer bereits bestehenden.
00:22:18: So kann man sich beispielsweise direkt nach dem Aufstehen fünf Minuten strecken
00:22:22: oder nach der Arbeit immer einen kurzen Spaziergang einplanen.
00:22:26: So lassen sich Sport und andere positive Gewohnheiten nahtlos in den Alltag integrieren.
00:22:32: Ein weiterer Trick ist, Hindernisse zu minimieren.
00:22:36: Die Sportkleidung schon am Vorabend bereitlegen, die Laufschuhe sichtbar platzieren
00:22:41: oder direkt nach der Arbeit mit dem Training beginnen.
00:22:44: Ohne erst auf dem Sofa zu landen. All das erleichtert den Einstieg.
00:22:48: Denn oft scheitert es nicht an der Lust, sondern an kleinen Hindernissen,
00:22:52: die uns unbewusst bremsen.
00:22:54: Viele Menschen geben auf, weil sie einen schlechten Tag
00:22:57: oder eine verpasste Trainingseinheit als Misserfolg interpretieren.
00:23:01: Doch Fortschritt verläuft nie linear.
00:23:04: Auch erfolgreiche Sportler haben Tage, an denen sie keine Lust haben
00:23:08: oder sich schlecht fühlen.
00:23:10: Der Unterschied? Sie lassen sich davon nicht aus der Bahn werfen.
00:23:14: Die "Zwei-Tage-Regel" kann helfen.
00:23:17: Man kann eine Trainingseinheit ausfallen lassen, aber nie zwei hintereinander.
00:23:22: So bleibt man im Rhythmus, auch wenn mal ein schlechter Tag dazwischenkommt.
00:23:26: Genauso wichtig ist es, sich bewusst zu machen,
00:23:29: dass Motivation oft erst im Tun entsteht.
00:23:32: Viele denken, sie müssten sich erst motivieren, um aktiv zu werden.
00:23:36: Dabei ist es oft genau umgekehrt.
00:23:39: Wer einfach anfängt, merkt oft schon nach wenigen Minuten,
00:23:42: dass es gar nicht so schwer ist.
00:23:44: Die ersten fünf Minuten sind die herausforderndsten,
00:23:47: danach geht es meist leichter.
00:23:50: Einer der häufigsten Gründe für das Scheitern ist,
00:23:53: dass man sich für eine Sportart oder eine Routine entscheidet,
00:23:56: die einem keinen Spaß macht.
00:23:58: Wer sich jedes Mal quälen muss, hört früher oder später auf.
00:24:02: Der Schlüssel ist, etwas zu finden, das wirklich Spaß macht.
00:24:06: Laufen ist nicht für jeden das Richtige.
00:24:09: Vielleicht ist es Tanzen, Klettern, Schwimmen oder Boxen.
00:24:13: Auch kleine Belohnungen können helfen.
00:24:16: Wer sich nach einem erreichten Meilenstein etwas gönnt,
00:24:19: sei es ein neues Sport-Outfit oder ein Wellness-Tag,
00:24:23: bleibt länger motiviert.
00:24:25: Wichtig ist auch, erfolgesichtbar zu machen.
00:24:28: Eine App, ein Tagebuch oder ein einfacher Kalender,
00:24:31: in dem Trainingseinheiten markiert werden,
00:24:34: können helfen, Fortschritte greifbar zu machen.
00:24:37: Der Kopf entscheidet oft mehr über Erfolg oder Misserfolg
00:24:40: als der Körper.
00:24:42: Wer sich ständig einredet, kein Sportler zu sein
00:24:45: oder sowieso nicht durchzuhalten, programmiert sich auf Misserfolg.
00:24:49: Entscheidend ist ein positiver innerer Dialog.
00:24:52: Auch das Umfeld spielt eine wichtige Rolle.
00:24:55: Wer sich mit motivierten Menschen umgibt, bleibt eher am Ball.
00:24:59: Eine Laufgruppe, ein Trainingspartner oder eine Gemeinschaft
00:25:02: können enorm helfen, durchzuhalten.
00:25:05: Wenn andere einen mitziehen, fällt das Aufhören viel schwerer.
00:25:09: Langfristige Motivation entsteht nicht durch große Vorsätze,
00:25:13: sondern durch kleine, konsequente Schritte.
00:25:16: Die Kunst besteht darin, Bewegung und gesunde Gewohnheiten
00:25:19: in den Alltag zu integrieren,
00:25:21: ohne dass es sich wie eine Last anfühlt.
00:25:24: Es geht nicht darum, perfekt zu sein,
00:25:26: sondern immer wieder aufzustehen und weiterzumachen.
00:25:33: Also, ich sage es mal so.
00:25:35: Ich erkenne mich in fast jedem Punkt dieses Beitrags wieder.
00:25:38: Ja, oder? Besonders der Trick mit den kleinen Zielen.
00:25:41: Wenn man einmal angefangen hat, geht es meistens von alleine weiter.
00:25:45: Aber ich finde, nach so viel Motivation
00:25:47: haben wir uns eine richtig entspannte Pause verdient.
00:25:50: Die bekommen wir jetzt auch.
00:25:52: Denn das war's für heute mit Momente, der Podcast von Tank und Rast.
00:25:56: Ich hoffe, es hat Ihnen genauso viel Spaß gemacht wie uns.
00:25:59: Oh ja, ich würde mich jetzt am liebsten spontan ins Auto setzen,
00:26:02: einfach losfahren und irgendwo am Bodensee einen guten Gin probieren.
00:26:06: Und mal sehen, ob ich mich für eine Wasserstoffdiskussion begeistern kann,
00:26:10: während mich mein selbstfahrendes Auto chauffiert.
00:26:13: Und wenn Sie sich die Zeit bis zur nächsten Folge unseres Podcasts
00:26:16: vertreiben möchten,
00:26:17: schauen Sie doch mal in unser Online-Magazin Momente
00:26:20: unter tank.rast.de/magazin.
00:26:23: Dort erwarten Sie über 140 spannende Artikel
00:26:26: mit Themen rund um Kulinarik, Reisen und praktischen Alltagstipps.
00:26:30: Und das Beste, alle Artikel können Sie sich auch
00:26:33: von einer künstlichen Intelligenz vorlesen lassen.
00:26:36: Fast wie ein Podcast, aber eben nur fast.
00:26:39: Wir freuen uns, wenn Sie beim nächsten Mal wieder dabei sind.
00:26:42: Bis dahin, genießen Sie die kleinen und großen Momente.
00:26:45: Und wenn Sie gerade unterwegs sind, gute Fahrt.
00:26:48: Tschüss und bis bald.
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