Momente – der Podcast zum Magazin von Tank & Rast #22
Shownotes
In dieser Folge geht es um nachhaltiges Reisen, Genuss und neue Perspektiven auf Arbeit und Alltag. Nathalie und Sascha starten mit praktischen Tipps für Zero-Waste-Reisen – wie man unterwegs Müll vermeidet, ohne auf Komfort zu verzichten. Danach entdecken wir das überraschend vielseitige Stuttgart abseits von Klischees. Es folgt ein Beitrag über Stressessen und warum Schokolade in schwierigen Momenten so verführerisch ist – mit Impulsen für einen achtsameren Umgang. Dann geht’s auf Deutschlands schönste Traumstraßen, die abseits der Autobahnen echte Erlebnisse bieten. Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf moderne Arbeitsmodelle und die Frage: Arbeiten wir bald alle nur noch vier Tage die Woche? Übrigens: Weitere spannende Inhalte finden Sie auch online im Momente-Magazin unter www.tank.rast.de/magazin.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu einer neuen Folge von Momente, der Podcast von Tank und Rast.
00:00:06: Ich bin Nathalie und ich bin Sascha.
00:00:09: Schön, dass Sie wieder dabei sind.
00:00:12: Heute geht es um Nachhaltigkeit, Schokolade, Traumstraßen und neue Arbeitswelten.
00:00:18: Klingt nach einer wilden Mischung, oder?
00:00:20: Aber keine Sorge, wir haben alles liebevoll zusammengestellt.
00:00:24: Wir beginnen mit einem Thema, das uns alle betrifft.
00:00:27: Zero Waste on the Road.
00:00:29: Wie man unterwegs Müll vermeidet, ohne Aufkommfort zu verzichten.
00:00:33: Danach schauen wir uns eine Stadt an, die viel mehr zu bieten hat als man denkt, Stuttgart.
00:00:39: Nein, es geht nicht nur um Autos und Spätzle, versprochen.
00:00:42: Süß geht es dann weiter, oder vielleicht auch ein bisschen bitter?
00:00:46: Wir sprechen über Stressessen.
00:00:48: Warum essen wir bei Stress immer Schokolade und nie Brokkoli?
00:00:52: Das kann ich jetzt schon verraten.
00:00:54: Mein Brokkoli-Konsum hält sich bei Stress in Grenzen.
00:00:57: Aber gut, weiter geht's mit Deutschlands schönsten Traumstraßen.
00:01:01: Perfekt für alle, die das Fahren lieben
00:01:03: und gerne mal abseits der Autobahn unterwegs sind.
00:01:06: Und zum Schluss? New Work.
00:01:08: Was ist dran am Hype um Homeoffice, Kicker und flache Hierarchien?
00:01:13: Arbeiten wir bald alle nur noch vier Tage die Woche?
00:01:15: Also lehnen Sie sich zurück oder schneiden Sie sich an, wenn Sie gerade unterwegs sind.
00:01:20: Es geht los.
00:01:28: Reisen bedeutet, neue Orte zu entdecken,
00:01:30: fremde Kulturen kennenzulernen und unvergessliche Erinnerungen zu sammeln.
00:01:35: Doch dabei hinterlassen wir oft mehr als nur Fußabdrücke.
00:01:39: Plastikmüll am Strand, überfüllte Mülleimer in touristischen Hotspots
00:01:43: und Einwegverpackungen für jeden Snack.
00:01:46: Der ökologische Fußabdruck vieler Reisender ist größer,
00:01:49: als es auf den ersten Blick scheint.
00:01:51: Dabei ist nachhaltiges Reisen möglich.
00:01:54: Zero Waste unterwegs bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten,
00:01:58: sondern bewusstere Entscheidungen zu treffen.
00:02:01: Schon bei der Reiseplanung entscheidet sich,
00:02:04: wie umweltfreundlich eine Reise wird.
00:02:06: Die Wahl des Verkehrsmittels spielt dabei eine wichtige Rolle.
00:02:09: Flugzeuge gehören zu den größten Klimasündern
00:02:12: und Kreuzfahrtschiffe, sind wahre Dreckschleudern.
00:02:15: Wer kann, sollte lieber auf Bahn, Bus oder Abenteuer lustige,
00:02:19: das Fahrrad umsteigen.
00:02:21: Doch selbst wenn Flüge unvermeidlich sind,
00:02:24: lassen sich die Emissionen durch Klimakompensation ausgleichen.
00:02:27: Nachhaltige Unterkünfte setzen auf Abfallvermeidung,
00:02:31: verwenden regionale Produkte und verzichten auf unnötige Einwegverpackungen.
00:02:36: Auch das richtige Packen macht einen Unterschied.
00:02:39: Wer minimalistisch reist, reduziert nicht nur das eigene Gewicht,
00:02:43: sondern vermeidet auch Müll vor Ort.
00:02:45: Ein wiederverwendbarer Kaffebecher, eine Trinkflasche mit Wasserfilter
00:02:49: und ein kleines Besteck-Set ersparen unterwegs unzählige Plastikverpackungen.
00:02:54: Feste Seifen und Shampoos ersetzen flüssige Pflegeprodukte
00:02:58: und kommen ganz ohne Plastikverpackung aus.
00:03:01: Doch die eigentliche Herausforderung beginnt unterwegs.
00:03:04: Street Food gehört für viele zum Reisen dazu.
00:03:07: Doch oft kommt es in Styropor-Behältern
00:03:10: oder mit Plastikbesteck daher.
00:03:13: Wer vorbereitet ist, kann mit einer kleinen Edelstahlbox
00:03:16: oder einer Serviette Müll vermeiden.
00:03:19: Auf lokalen Märkten
00:03:20: werden frische Lebensmittel oft unverpackt angeboten
00:03:23: und viele Cafés füllen mitgebrachte Flaschen und Becher auf.
00:03:27: Ein weiteres Problem ist das Trinkwasser.
00:03:30: Während in einigen Ländern Leitungswasser bedenkenlos getrunken werden kann,
00:03:35: ist es anderswo kaum möglich,
00:03:37: sich ohne Plastikflaschen mit Wasser zu versorgen.
00:03:40: Eine einfache Lösung sind tragbare Wasserfilter oder Reinigungstabletten,
00:03:45: mit denen man auch unterwegs sauberes Wasser herstellen kann.
00:03:48: In vielen Restaurants oder Hotels
00:03:51: gibt es auch kostenlose Nachfühlstationen.
00:03:53: Eine weitere Falle sind oft Souvenirs.
00:03:57: Wer kennt sie nicht?
00:03:59: Schlüsselanhänger aus Plastik, die nach wenigen Wochen kaputtgehen
00:04:03: oder billige Souvenirs, die zu Hause in der Schublade verstauben.
00:04:07: Dabei gibt es nachhaltige Alternativen.
00:04:10: Handgefertigte Produkte aus der Region
00:04:12: unterstützen die lokale Wirtschaft
00:04:14: und sind oft langlebiger als Massenware.
00:04:17: Noch schöner sind Erlebnisse statt Dinge.
00:04:20: Ein Töpferkurs, ein Kochkurs mit regionalen Spezialitäten
00:04:25: oder eine geführte Wanderung schaffen Erinnerungen, die bleiben.
00:04:30: Auch die beste Planung kann nicht alle Herausforderungen vermeiden.
00:04:34: In manchen Ländern gibt es kaum eine funktionierende Müllentzorgung.
00:04:38: Recyclingstationen sind eine Seltenheit.
00:04:41: Dann heißt es improvisieren und kreativ sein.
00:04:44: Eine leere Tonne lässt sich zweckentfremden,
00:04:47: ein kaputter Rucksack, oft reparieren.
00:04:50: Wer Müll nicht direkt entsorgen kann,
00:04:52: nimmt den einfach bis zur nächsten Gelegenheit mit.
00:04:55: Zero Waste ist keine strikte Regel, sondern eine Reisephilosophie.
00:05:00: Wer bewusster konsumiert, entdeckt die Welt neu.
00:05:03: Weniger Plastik bedeutet weniger Ablenkung.
00:05:06: Dafür mehr echte Erlebnisse.
00:05:08: Niemand muss perfekt sein.
00:05:10: Es geht nicht darum, gar keinen Müll mehr zu produzieren,
00:05:13: sondern bewusster zu reisen.
00:05:16: Am Ende profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch der Reisende selbst.
00:05:20: Denn nachhaltiges Reisen bedeutet oft auch intensiveres,
00:05:24: bewussteres Erleben.
00:05:26: Also, Natalie, ich sag's mal ganz ehrlich,
00:05:28: ich hab mal versucht, Plastikfrei zu reisen
00:05:31: und bin gnadenlos gescheitert.
00:05:33: Lass mich raten, du standest am Bahnhof, hattest Hunger
00:05:37: und bist dann doch mit einem Plastik-Sandwich in der Hand gelandet.
00:05:40: Erwischt. Aber hey, ich gelobe Besserung.
00:05:43: Apropos Überraschung, jetzt geht's in eine Stadt,
00:05:47: die man vielleicht unterschätzt, Stuttgart.
00:05:49: Stuttgart, für viele eine Stadt der Gegensätze.
00:05:56: Auf der einen Seite das Zentrum des deutschen Automobilbaus.
00:06:00: Heimat von Mercedes-Benz und Porsche,
00:06:02: geprägt von Hochglanzfassaden und technischer Perfektion.
00:06:06: Andererseits eine Stadt mit verwinkelten Gassen,
00:06:10: alternativen Vierteln
00:06:11: und einer überraschend lebendigen Subkultur.
00:06:14: Wer Stuttgart auf seine Autos reduziert,
00:06:17: verpasst den wahren Charakter dieser Stadt.
00:06:19: Denn hier zwischen grünen Hügeln, engen Tellern
00:06:22: und unerwarteten Ausblicken zeigt sich eine Seite,
00:06:26: die in keinem Werbeprospekt zu finden ist.
00:06:29: Der erste Eindruck ist oft zwiespältig.
00:06:31: Die Königstraße als Haupteinkaufsstraße
00:06:34: glänzt mit bekannten Marken und geschäftigen Treiben.
00:06:38: Das Ensemble des Schlossplatzes mit dem neuen Schloss
00:06:41: erinnert an die Zeit, als Stuttgart Residenzstadt war.
00:06:44: Doch nur wenige Schritte weiter beginnt ein anderes Stuttgart.
00:06:48: Eines, das nicht von Repräsentation,
00:06:50: sondern von Individualität lebt.
00:06:53: Das Bohnenviertel, eines der ältesten Viertel der Stadt,
00:06:57: ist so etwas wie das Herz der alternativen Szene.
00:07:00: Kleine Cafés, urige Antiquariate und unscheinbare Werkstätten
00:07:05: erzählen Geschichten, die mit der gläsernden Skyline
00:07:08: nichts zu tun haben.
00:07:10: Hier trifft sich ein anderes Stuttgart,
00:07:12: das sich nicht in die Formel von Prestige und Hightech pressen lässt.
00:07:16: Oder das Heusteigviertel, das mit seinen Jugendstilfassaden
00:07:20: und versteckten Hinterhöfen an eine andere Zeit erinnert.
00:07:24: Wer sich hier treiben lässt, stößt auf kleine Galerien,
00:07:27: Butiken und Bars, die eher an Berlin als an die Autostadt erinnern.
00:07:32: Und doch bleibt Stuttgart immer Stuttgart.
00:07:35: Ein bisschen bodenständiger, ein bisschen leiser,
00:07:39: aber mit viel Charakter.
00:07:41: Wer Stuttgart wirklich verstehen will,
00:07:43: muss sich in seine Täler und Hügel wagen.
00:07:46: Die Weinberge, die sich direkt an die Stadt schmiegen,
00:07:49: erinnern daran, dass Stuttgart einst ein Zentrum des Weinbaus war
00:07:52: und immer noch ist.
00:07:54: Hier wachsen Riesling und Trollinger
00:07:56: und viele Stuttgarter Winzer setzen auf alte Traditionen,
00:08:00: aber mit modernem Twist.
00:08:02: Eine Weinprobe inmitten der Reben mit Blick über die Stadt
00:08:06: zeigt eine ganz andere Seite dieser Metropole.
00:08:09: Aber auch die Kultur-Szene hält Überraschungen bereit.
00:08:13: Während die Staatsoper weltberühmt ist
00:08:16: und das Stuttgarter Ballett zu den Besten der Welt zählt,
00:08:19: gibt es daneben eine lebendige Off-Theater-Szene.
00:08:22: Orte wie das Theater Ramp oder das Fizzentrum für Figurentheater zeigen,
00:08:28: dass Stuttgart auch experimentell sein kann.
00:08:31: Und dann sind da noch die Keller-Clubs, Jazz-Kneipen
00:08:34: und Kleinkunstbühnen, auf denen Künstler auftreten,
00:08:38: die im Mainstream-Programm nicht zu finden sind.
00:08:40: Nachts entfaltet sich Stuttgart auf besondere Weise.
00:08:44: Während viele Großstädte eine ausgeprägte Partyszene haben,
00:08:47: ist Stuttgart eher eine Stadt,
00:08:49: in der kleine Clubs und alternative Bars dominieren.
00:08:53: Das Schocken im Herzen der Stadt
00:08:55: ist eine Institution für alle, die Indie- und Alternative lieben.
00:08:59: Im Wagenhallen-Kollektiv finden Konzerte und Events statt,
00:09:03: bei denen die Grenzen zwischen Kunst und Party verschwimmen.
00:09:06: Und wer es ganz entspannt mag, gönnt sich ein Bier und setzt sich auf die Kahlshöhe,
00:09:11: einen der vielen Aussichtspunkte, von denen ausmordlich Stadt überblicken kann.
00:09:16: Kulinarisch hat Stuttgart weit mehr zu bieten als Spätzle und Maultaschen,
00:09:21: auch wenn diese Klassiker nach wie vor legendär sind.
00:09:24: Die Markthalle mit ihrer beeindruckenden Jugendstilarchitektur
00:09:28: ist ein Paradies für Feinschmecker von schwäbischen Spezialitäten
00:09:32: bis zu exotischen Delikatessen.
00:09:34: Und wer in einer der traditionellen Besenwirtschaften,
00:09:38: den urigen Weinlokalen der Saison,
00:09:40: einkehrt, erlebt Stuttgart am authentischsten.
00:09:43: Alles in allem bleibt Stuttgart eine Stadt der Überraschungen.
00:09:47: Sie mag auf den ersten Blick kühl- und industriell wirken,
00:09:50: doch wer sich Zeit nimmt, entdeckt eine unerwartete Vielfalt.
00:09:55: Hier trifft Hightech auf Subkultur, Tradition auf Moderne,
00:10:00: schwäbische Bodenständigkeit auf kosmopolitisches Flair.
00:10:04: Eine Stadt, die sie nicht jedem sofort erschließt,
00:10:08: aber gerade darin ihren Reiz hat.
00:10:11: Also ganz ehrlich, wer Stuttgart nur auf Kehrwoche und Spätzle reduziert,
00:10:17: der verpasst echt was.
00:10:18: Ja, Weinberge mitten in der Stadt, coole Viertel und kleine Clubs
00:10:22: für jeden Geschmack, einfach toll wie wandlungsfähig
00:10:25: die baden-württembergische Landesaubstadt ist.
00:10:28: Von einer Stadt voller Genuss kommen wir direkt zu einem Thema,
00:10:31: das uns alle betrifft.
00:10:33: Warum greifen wir eigentlich immer zur Schokolade,
00:10:36: wenn wir gestresst sind?
00:10:37: Wir haben eine Antwort auf diese Frage.
00:10:40: Ein stressiger Tag, Ärger im Job, eine anstrengende Diskussion.
00:10:44: Und plötzlich scheint ein Stück Schokolade die einzige Lösung zu sein.
00:10:49: Der erste Wissen zergeht auf der Zunge, süß, krähmig, tröstlich.
00:10:54: Für einen Moment wird alles leichter.
00:10:57: Doch kaum ist die letzte Rippe verputzt, meldet sich das schlechte Gewissen.
00:11:02: War das jetzt wirklich nötig?
00:11:04: Und warum fühle ich mich immer noch gestresst?
00:11:07: Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme.
00:11:11: Es tröstet, belohnt, beruhigt.
00:11:14: Gerade in emotionalen Momenten
00:11:16: wird der Griff zu süßem oder deftigem fast zu einer Reflexhandlung.
00:11:21: Der Drang zum Essen in Stresssituationen kommt nicht von ungefähr.
00:11:25: Unser Körper ist biologisch darauf programmiert,
00:11:28: in Stresssituationen nach Energie zu suchen.
00:11:31: Bei Stress wird das Hormonkortisol ausgeschüttet,
00:11:35: das den Appetit anregt, vor allem auf Zucker und Fett.
00:11:39: Und das Belohnungssystem unseres Gehirns
00:11:41: sorgt mit einer Extra-Portion-Dopamin für einen kurzen Glücksmoment.
00:11:46: Dieses Muster ist tief verankert.
00:11:49: Schon als Kind lernen wir, ein Eis tröstet über ein Kratzer hinweg,
00:11:54: eine Schokolade macht einen schlechten Tag besser.
00:11:57: Diese Verbindung hält oft ein Leben lang.
00:12:00: Kein Wunder, dass Essen zur schnellen Beruhigung genutzt wird.
00:12:04: Auch wenn es gar nicht der Hunger ist, der uns antreibt.
00:12:07: Doch wann wird das gelegentliche Stressessen zur Gewohnheit,
00:12:11: wenn Essen zur Standardlösung für Frust, Langeweile oder Überforderung wird,
00:12:16: ist der Punkt erreicht, an dem wir nicht mehr aus Hunger,
00:12:19: sondern aus Emotionen essen.
00:12:22: anstrengenden Sitzungen, eine Tüte Gummi-Bärchen während eines Serienmarathons, eine ganze
00:12:27: Tafel Schokolade nach einem Streit und schon hat sich ein Muster entwickelt. Der Körper
00:12:33: verlangt nicht nach Nährstoffen, sondern nach Beruhigung. Das Problem? Emotionale
00:12:38: Esser haben oft kein natürliches Sättigungsgefühl. Während es bei echtem Hunger ein klares Signal
00:12:44: gibt, fehlt das beim Stressessen. Es wird gegessen, bis die Tüte leer ist und dann
00:12:49: kommt das schlechte Gewissen. Doch wie lässt sich dieser Kreislauf durchbrechen ohne auf
00:12:55: Genuss zu verzichten? Die Lösung liegt nicht in verboten, sondern in der bewussten Auseinandersetzung
00:13:00: mit dem eigenen S-Verhalten. Ein erster Schritt kann sein, den Moment des Heißungers bewusst
00:13:06: zu hinterfragen. Ist es echter Hunger oder eher eine Reaktion auf Stress, lange Weile
00:13:12: oder emotionale Anspannung? Diese kurze Reflexion reicht oft schon aus, um zwischen körperlichen
00:13:18: Bedürfnissen und Gewohnheit zu unterscheiden. Auch Alternativen helfen. Wer statt der Schokolade
00:13:24: erst einmal ein Glas Wasser trinkt, einen kurzen Spaziergang macht oder sich bewusst
00:13:29: ablenkt, kann das Verlangen oft schon abschwächen. Wenn das Verlangen nach Süßen bleibt, sollte
00:13:34: es bewusst sein, nicht nebenbei beim Arbeiten oder Fernsehen, sondern bewusst und mit vollem
00:13:40: Genuss. Ein weiterer hilfreicher Trick ist, die Umgebung so zu gestalten, dass emotionales
00:13:46: Essen nicht die einfachste Lösung ist. Wenn kein großer Vorrat an Süßigkeiten im Haus
00:13:51: ist, wird der spontane Griff zur Schokolade erschweren. Stattdessen können gesunde Alternativen
00:13:57: bereit gehalten werden. Nüsse, Joghurt mit Honig oder frisches Obst. Stressessen ist
00:14:04: aber nicht nur eine Gewohnheit, sondern auch eine tief verwurzelte psychologische Strategie.
00:14:09: Wer sich selbst dafür verurteilt, macht es oft nur noch schlimmer. Achtsamkeit kann
00:14:15: helfen, die eigenen Muster zu erkennen. Ein Tagebuch über emotionale Momente beim Essen
00:14:20: kann sichtbar machen, welche Situationen den größten Einfluss haben. Und selbst für Sorge
00:14:27: spielt eine entscheidende Rolle. Wer sich regelmäßig pausen gönnt, sich nicht ständig
00:14:32: überfordert und echte Entspannungsmomente einbaut, braucht weniger oft den schnellen
00:14:37: Dopaminkick aus der Tafel Schokolade. Genuss und Essen gehören zusammen, aber nicht als
00:14:43: Strategie gegen Stress. Ein bewusster Umgang mit emotionalem Essen bedeutet nicht, sich
00:14:48: alles zu verbieten, sondern die Kontrolle zurückzugewinnen. Sich ab und zu ein Stück
00:14:54: Schokolade zu gönnen, ist völlig in Ordnung. Der Unterschied liegt darin, ob es eine bewusste
00:14:59: Entscheidung ist oder ein Automatismus in stressigen Momenten.
00:15:04: Letztlich geht es nicht darum, perfekt zu sein. Kleine Schritte genügen, um das eigene
00:15:09: Essverhalten zu verändern. Wer den emotionalen Griff zur Schokolade erkennt und alternative
00:15:15: Wege findet, mit Stress umzugehen, kann sich langsam aus diesem Muster befreien. Denn wahrer
00:15:20: Genuss besteht nicht darin, eine ganze Tafel auf einmal zu essen, sondern den richtigen
00:15:25: Moment dafür, bewusst zu wählen.
00:15:27: Okay, ich oute mich. Wenn ich gestresst bin, kann ich eine ganze Tafel Schokolade inhalieren.
00:15:34: Nur eine? Neulich habe ich versehentlich eine ganze Packung Kekse gegessen.
00:15:39: Dann müsste nicht allein. Aber anstatt Kekse zu essen, könnten wir auch Joggen gehen?
00:15:46: Dann würde ich sagen, lass uns lieber in ein Cabrio springen und dann eine Traumstraße erkunden.
00:15:51: Das Navi zeigt die schnellste Route. Die meisten Autofahrer folgen ihr blind.
00:15:57: Doch abseits der Autobahnen warten Straßen, die nicht nur von A nach B führen, sondern ein
00:16:03: Erfolg und Erlebnis für sich sind. Wer sich traut, den direkten Weg zu verlassen, entdeckt
00:16:08: eine ganz neue Seite Deutschlands. Voller Fahrspaß, atemberaubender Landschaften und Geschichte,
00:16:15: die in jeder Kurve spürbar ist.
00:16:17: Eine der eindrucksvollsten Strecken ist die Deutsche Alpenstraße. Auf über 450 Kilometern
00:16:25: schlängelt sie sich von Lindau am Bodensee bis nach Berchtesgaden, vorbei an saftigen
00:16:30: Wiesen, glasklaren Seen und den majestätischen Gipfeln der Alpen. Hier fährt man nicht, hier
00:16:38: gleitet man. Die Kurven sind sanft, die Aussichten spektakulär. Vor allem das Sudelfeld und die
00:16:46: Rossfeld-Panorama-Straße bieten ein Panorama, das einem den Atem baubt. Wer im Herbst kommt,
00:16:52: erlebt eine Landschaft in Gold- und Rottönen, wenn der Morgenebel über den Tälern liegt.
00:16:57: Ein verstecktes Juwel ist die Hunsrückhöhenstraße, die von Koblenz nach Sarburg führt. Wo einst
00:17:05: römische Legionen marschierten, zieht sich heute eine Straße durch tiefe Wälder und
00:17:10: übersanfte Hügel. Während die meisten Autofahrer die Moselroute wählen, bleibt die Straße
00:17:16: oft angenehm leer. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt durch den Ida-Wald, wo die
00:17:21: Straße zwischen uralten Bäumen verschwindet. Auf dem höchsten Punkt, dem Erbeskopf, kann
00:17:28: man die Landschaft aus der Vogelperspektive bewundern, bevor sich die Strecke hinunter
00:17:33: ins Moseltal schlängelt. Noch weniger bekannt, aber nicht weniger spektakulär, ist die Hochröhnstraße.
00:17:40: Sie beginnt in Bischofsheim und führt in weiten Bögen über die Wasserkuppe, die als
00:17:45: Wiege des Segelflugs gilt. Wer hier unterwegs ist, erlebt ein seltenes Gefühl von Weite.
00:17:51: Keine dichten Wälder, keine Hochhäuser. Nur sanfte Hügel und ein Horizont, der nicht
00:17:57: zu enden scheint. Besonders faszinierend ist die Nähe zum Himmel. Bei klarer Sicht reicht
00:18:03: der Blick weit nach Thüringen und Bayern. Ein Panorama, das sich mit jedem Kilometer
00:18:09: verändert. Wer es romantisch mag, für den ist die Deutsche Weinstraße ein Geheimtipp.
00:18:15: Offiziell endet sie in Schweigen-Retenbach, an der französischen Grenze. Doch wer weiterfährt,
00:18:21: taucht in eine völlig neue Welt ein. Die sanften Hügel der Pfalz gehen über in die
00:18:26: wilden Nordvorgesen, eine Region, die fast vergessen scheint. Hier warten Burgruinen,
00:18:32: schmale Waldwege und spektakuläre Aussichtspunkte. Besonders sehenswert ist die Strecke über
00:18:38: den Col du Pugnier, der sich durch tiefe Wälder schlängelt und mit grandiosen Ausblicken
00:18:43: belohnt. Es gibt diese Straßen, die mehr sind als Asphalt und Schilder, die in Erinnerung
00:18:50: bleiben, weil sie nicht nur ein Ziel haben, sondern eine Geschichte erzählen. Wer sich
00:18:54: auf sie einlässt, wird mit Momenten belohnt, die keine Autobahn je bieten kann. Der beste
00:19:00: Weg ist nicht immer der schnellste, sondern der, der hinter jeder Kurve eine neue Welt
00:19:05: eröffnet. Also ich sag's mal so, die deutsche Alpenstraße steht ab sofort ganz oben auf
00:19:10: meiner Roadtrip-Liste. Ja und die Hunsrück-Höhenstraße klingt auch nach einem echten Geheimtipp. Kein
00:19:17: Stau, nur Natur. Das klingt perfekt. Kommen wir zum letzten Thema für diese Folge und
00:19:23: begeben wir uns von der Straße ins Büro. Was ist das eigentlich für ein Hype um New
00:19:28: Work? Die Arbeitswelt steht kopf. Was früher als festes Modell galt, von neun bis fünf
00:19:34: im Büro, klare Hierarchien, Anwesenheit als Erfolgsnachweis, wird heute grundsätzlich
00:19:40: in Frage gestellt. New Work ist das Schlagwort einer neuen Ära. Doch dahinter verbirgt sich
00:19:47: weit mehr als mobiles Arbeiten und ein paar Annehmlichkeiten im Büro. Es geht um eine
00:19:52: veränderte Einstellung zur Arbeit, um Flexibilität, Eigenverantwortung und eine Unternehmenskultur,
00:19:59: die nicht mehr auf Kontrolle, sondern auch Vertrauen basiert. Der Begriff "New Work"
00:20:04: geht auf den Sozialphilosofen Friedhof Bergmann zurück, der bereits in den 1970er Jahren über
00:20:10: eine neue Definition von Arbeit nachdachte. Sein Ansatz? Arbeit sollte mehr sein als bloße
00:20:16: Existenzsicherung. Sie sollte Sinnstiften, Selbstverwirklichung ermöglichen und Menschen
00:20:21: motivieren. Jahrzehnte später ist dieser Gedanke aktueller denn je. Digitalisierung und Globalisierung
00:20:29: haben die Art und Weise, wie wir Arbeiten grundlegend verändert. Unternehmen, die an
00:20:34: starren Strukturen festhalten, laufen Gefahr, Talente zu verlieren und den Anschluss an
00:20:39: Innovationen zu verpassen. Eine der sichtbarsten Veränderungen ist die Flexibilisierung der
00:20:45: Arbeitszeitmodelle. Die klassische 40-Stunden-Woche mit festen Präsenzzeiten ist für viele
00:20:51: Unternehmen nicht mehr zeitgemäß. Hybride Modelle, die Arbeit im Büro und zu Hause
00:20:56: kombinieren, haben sich etabliert. Einige Unternehmen experimentieren bereits mit der
00:21:01: 4-Tage-Woche, die nicht nur die Work-Life-Balance verbessert, sondern auch die Produktivität
00:21:06: steigern kann. Studien zeigen, dass kürzere Arbeitszeiten oft zu effizienteren Abläufen
00:21:12: führen. Weniger Meetings, klarere Prozesse, höhere Zufriedenheit.
00:21:17: Doch Flexibilität allein macht noch keine moderne Arbeitswelt aus. Entscheidend ist
00:21:23: die neue Rolle der Führungskräfte. Statt zu befehlen und zu kontrollieren, sind sie
00:21:28: heute eher Coaches, die ihr Team unterstützen und befähigen. Mikromanagement war gestern.
00:21:34: Heute zählen Eigenverantwortung und das Vertrauen darauf, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
00:21:41: selbst wissen, wie sie am besten arbeiten. Die besten Teams sind jene, die selbstständig
00:21:46: agieren, eigene Entscheidungen treffen und sich als Teil eines gemeinsamen Ziels verstehen.
00:21:51: Ein weiteres Kernelement ist die Kommunikation. Klassische Strukturen, in denen Informationen
00:21:59: nur in der Chefetage bleiben, werden durch Transparenz ersetzt. Digitale Tools wie Slack,
00:22:05: Asana oder Teams machen die Zusammenarbeit effizienter und sorgen dafür, dass alle
00:22:10: beteiligten Wissen woran gearbeitet wird. Gleichzeitig verändert sich die Meeting-Kultur. Statt endloser
00:22:18: Zeitrauben der Meetings setzen moderne Unternehmen auf kurze strukturierte Besprechungen mit
00:22:23: klaren Ergebnissen. New Work bedeutet aber nicht nur digitale Transformation, sondern
00:22:31: auch eine neue Unternehmenskultur. Fehler sind kein Marken mehr, sondern Teil des Lernprozesses.
00:22:39: Unternehmen, die Innovationen vorantreiben wollen, müssen eine Kultur schaffen, in der
00:22:43: Fehler gemacht und aus ihnen gelernt werden darf. Kreativität entsteht nicht aus Angst
00:22:49: vor Konsequenzen, sondern aus der Freiheit neue Wege auszuprobieren. New Work ist kein
00:22:57: Trend, sondern ein grundlegender Wandel im Arbeitsverständnis. Es reicht nicht aus,
00:23:03: ein paar digitale Tools einzuführen oder Heimarbeit zu ermöglichen. Der Schlüssel liegt in einer
00:23:09: neuen Einstellung, sowohl bei den Führungskräften als auch bei den Mitarbeitenden. Unternehmen,
00:23:16: die das verstehen, werden langfristig erfolgreicher sein, denn die Zukunft der Arbeit ist nicht
00:23:22: nur flexibel und digital, sie ist vor allem menschlich.
00:23:28: So Sascha, bist du bereit für die 4-Tage-Woche?
00:23:31: 4 Tage arbeiten, 3 Tage frei, klingt traumhaft, aber was mache ich mit meinem zusätzlichen
00:23:37: freien Tag? Wandern auf der Hunsrück-Höhenstraße oder einen Zero Waste-Reiseblock starten. Oder
00:23:43: einfach in ruhe Schokolade essen, aber ohne Stress.
00:23:47: Das war's für heute mit Momente, der Podcast von Tank und Rast. Wir hoffen, es hat ihnen
00:23:52: genauso viel Spaß gemacht wie uns. Wenn ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren
00:23:57: sie unseren Podcast und hören sie beim nächsten Mal wieder rein.
00:23:59: Und wenn sie die Zeit bis zur nächsten Folge unseres Podcasts nutzen möchten, schauen
00:24:04: sie doch mal in unser Online-Magazin Momente. Das finden sie unter tank.rast.de/magazin.
00:24:11: Dort erwarten sie über 140 spannende Artikel, mit Themen rund um Kulinarik, Reisen und praktischen
00:24:17: Alltagstipps. Und das Beste?
00:24:20: Alle Artikel können sie sich auch von einer KI vorlesen lassen. Fast wie ein Podcast,
00:24:26: aber eben nur fast.
00:24:27: Wir freuen uns, wenn Sie beim nächsten Mal wieder dabei sind. Bis dahin, genießen Sie
00:24:31: die kleinen und großen Momente. Und wenn Sie gerade unterwegs sind, gute Fahrt.
00:24:36: Tschüss und bis bald!
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